Monatsarchiv 24. September 2019

28. Landesmeisterschaft Sachsen und Thüringen


An den letzten beiden (kalendarischen) Sommertagen in diesem Jahr strahlten die Sieger bei der 28. Landesrudermeisterschaft Sachsen und Thüringen in Eilenburg mit der Sonne um die Wette.

Am vergangenen Wochenende trafen sich die sächsischen und thüringischen Rudervereine einmal mehr an der Kiesgrube Eilenburg, um in 60 Rennen ihre Landesmeister zu küren. Insgesamt waren knapp 300 Sportlerinnen und Sportler am Start, die lautstark von mitgereisten Familien und Freunden angefeuert wurden. Besonders die Fans des Dresdner Rudervereins waren bestens vorbereitet: mit Campingstühlen und goldgelben Erfrischungsgetränken genossen sie die Aussicht im Zielbereich.

Währenddessen ging es auf dem Wasser heiß her und auch an Land kochten die Emotionen im Eifer des Gefechts teilweise hoch. Die Regattaleitung um Silke Gans und Matthias Groth sowie das Wettkampfrichter-Team mit Schiedsrichterobmann Holger Hoffmann behielten aber stets einen kühlen Kopf und sorgten wieder einmal für eine tolle Regatta.

Internationales Niveau bei der Landesmeisterschaft

Aus sportlicher Sicht waren die Rennen unserer Nationalmannschaftskader im Junioren und U23-Bereich besondere Highlights. Vielen Dank geht an die Sportlerinnen und Sportler, dass sie trotz einer langen, anstrengenden Saison auch in der Heimat an den Start gehen. Nicht nur für den Nachwuchs ist es immer wieder beeindruckend, wenn die Deutschlandfarben über das Wasser der Kiesgrube fliegen.

Gleich im zweiten Rennen des Tages, dem Frauen-Doppelvierer, kam es zu einem Duell auf internationalem Niveau. In dem Boot des SC DHfK Leipzig saßen mit Johanna und Marion Reichardt, die amtierende U23-Vizeweltmeisterin sowie die Viertplatzierte der diesjährigen U23-Europameisterschaft im Leichtgewichts-Einer. Auch Michelle Zehmisch hat bereits internationale Erfahrung bei der U23-Europameisterschaft gesammelt. Im Boot aus Pirna waren mit Sophie Leupold und Franziska Wittig ebenfalls zwei Athletinnen mit internationaler Erfahrung dabei. Die Dritten im Bunde waren die Frauen des Jenaer Kanu- und Rudervereins mit Beate Krause, frisch gebackene Siegerin bei den FISA World Masters 2019. Komplettiert wurden die Boote durch Vereinskameradinnen, da nun schon seit einigen Jahren nur Vereinsboote bei den Landesmeisterschaften zugelassen sind. In einem der spannendsten Rennen des Tages holte sich Leipzig mit 0,46 Sekunden Vorsprung vor Pirna den Titel.

Die Frauen traten auch im Einer noch einmal gegeneinander an. Dabei fuhren die beiden Leichtgewichte aus Leipzig, Marion und Johanna Reichardt, dem Feld mit Katja Fuhrmann (Laubegast, U23 Achter), Sophie Leupold (Pirna, U23-WM-Ersatz), Solveigh Nesajda (USV TU Dresden) und Anne Bloss (Jena) davon. Diesmal hatte im Ziel Marion den Bugball vor der Vizeweltmeisterin Johanna.

Bei den Männern zeigten sich vor allem die Teilnehmer der JWM in Topform. Elrond Kullmann (Dresdner Ruder-Club), Juniorenweltmeister im Doppelvierer, gewann gemeinsam mit Jannik Lagerein, Constantin Conrad und Jonas Fehrmann im Junioren-Doppelvierer. Jannik und Constantin waren als Ersatzzweier für die JWM in Tokio nominiert. Die Beiden zeigten dann auch ihre internationale Klasse im Männer Zweier ohne und fuhren 10 Sekunden vor dem Feld ungefährdet zum Landesmeistertitel. 

Der Nachwuchs macht es spannend

Das engste Rennen der Regatta lieferten sich die Jüngsten. Im Finale des Jungen-Einer 10 und 11 Jahre trennten am Ende nur 4 Zehntelsekunden den Sieger Nils Göbel (Akademischer Ruderverein zu Leipzig) vom Vizemeister Fritz Reichel (Pirnaer Ruderverein). Jonathan Joel Rosenberg (USV TU Dresden) sichert sich Bronze nur 1,5 Sekunden hinter dem Zweitplatzierten. Das macht Lust auf mehr und wir hoffen, auf viele weitere spannende Duelle zwischen den Jungs in den kommenden Jahren.

Traditionell werden die Achterrennen bei einer Regatta immer mit besonderer Spannung erwartet. Leider ist dieses Jahr nur das Sonderrennen im Junioren-Achter zu Stande gekommen. Wir hoffen im nächsten Jahr wieder mehr Vereinsboote am Start zu sehen. Dennoch war das Rennen zwischen Pirna und Wurzen definitiv sehenswert und die Jungs aus Pirna mussten sich ganz schön strecken, um sich gegen die Leichtgewichte aus Wurzen durchzusetzen. Eine tolle Leistung von beiden Mannschaften.

Leider können wir nicht auf alle Rennen eingehen, die Ergebnisliste sowie Impressionen von der Regatta findet ihr hier

Tolle Teamarbeit

Ein großes Dankeschön geht an das gesamte Orga-Team des Ruderclub Eilenburg. Das Rekord-Niedrigwasser in einer der trockensten Regionen Deutschlands hat ihnen das ganze technische Können abverlangt, aber auch das haben sie bravourös gemeistert. Vielen Dank auch an das Wettkampfrichterteam, die Trainer, Obleute und natürlich auch an die Sportlerinnen und Sportler für eine reibungslose, spannende und schöne Landesmeisterschaft 2019.

Wenn sich die Welt zum Rudern trifft

Auch die diesjährige FISA-World-Masters-Regatta (11. – 15.09.2019) auf dem Velencer See in Ungarn war wieder ein echtes Welttreffen der Ruderer. Es handelte sich einmal mehr um die größte internationale Regatta, zu der mehr als 3500 Aktive aus 740 Vereinen, die aus 52 Nationen stammten, gemeldet hatten.

Aus Sachsen waren 9 Vereine vertreten die zusammen 150 Mannschaften gemeldet hatten. Besonders oft tauchte der Pirnaer Ruderverein im Meldeergebnis auf mit 67 Meldungen.

Bei guten Bedingungen und angenehmen Temperaturen wurden die Rennen in Abteilungen ausgetragen, die die FISA-Masters-Kommission meist nach dem Alter innerhalb der Altersklassen gesetzt hatte. Das Mindestalter der aktiven beträgt 27 Jahre und es wurden Rennen ins insgesamt 13 Altersklassen ausgefahren. Der älteste Teilnehmer der Regatta war 93 Jahre alt.

Wenn wir richtig gezählt haben, fuhren die Sachsen insgesamt ca. 60x aufs Treppchen, davon 15x zu Gold. Der Pirnaer Ruderverein belegte in der Vereinswertung einen bemerkenswerten zweiten Platz insgesamt und den dritten Platz in der Wertung der Männer. Dabei wurden nur reine Vereinsboote gewertet und keine Renngemeinschaften.

Bei der Vielzahl der Rennen kann hier  trotz der Bedeutung für alle Aktiven nicht auf einzelne Ergebnisse eingegangen werden. Sie sind hier nachzulesen.

Aus Sicht der FISA-Masters-Kommission ist die Regatta an ihren Grenzen angekommen. Es gilt, den Charakter eines Welttreffens zu erhalten und gleichzeitig ein sportlich werthaltiges Event zu organisieren. Somit bleibt abzuwarten, welche Modifikationen in den nächsten Jahren auf den Weg gebracht werden. Immerhin treffen sich die Aktiven im Jahr 2024 wieder in Deutschland, wenn der Beetzsee in Brandenburg an der Havel Austragungsort dieser Regatta sein wird. Bereits im kommenden Jahr geht es in unser Nachbarland Österreich auf die WM-Strecke in Linz.

PS: Vielen Dank an Christian Ziegra für die Bilder! Wer noch ein paar schöne Bilder hat, die wir hier veröffentlichen dürfen, kann sie mir gerne an simone.haubner@sachsen-rudern.de senden.

Bundeswettbewerb 2019

Bundeswettbewerb 2019 – 4. Platz in der Gesamtwertung für die Ruderjugend Sachsen

Nach einem nassen, aber erfolgreichen Wettkampfwochenende vom 6. – 8. September kehrten die besten sächsischen Nachwuchsruderinnen und -ruderer am Sonntagabend in ihre Heimatvereine zurück.

Auch in diesem Jahr konnten die Jungen und Mädchen wieder über sich hinauswachsen. Nach einem 5. Platz in der Langstrecke, einem 3. Platz im Allgemeinen Sportwettbewerb und einem 6. Platz in der Bundesregatta über 1000 m stand zusammengefasst im Pokalwettbewerb ein hervorragender 4. Platz für die Ruderjugend Sachsen zu Buche. Auf den ersten drei Plätzen fanden sich schon fast traditionell die teilnehmerstärksten Ruderjugenden aus Nordrhein-Westfalen, Berlin und Sachsen-Anhalt wieder.

Besonders herausragend aus sächsischer Sicht sind die Abteilungssiege in der Langstrecke durch:

  • Alessa Kneiss, SC DHfK Leipzig e.V. und Anabel Streubel, Akademischer Ruderverein zu Leipzig e.V. im Mädchen-Einer 13 Jahre
  • Michelle Pögel, Akademischer Ruderverein zu Leipzig e.V. und Wilma Porath, Laubegaster Ruderverein Dresden e.V. im Lgw.- Mädchen-Einer 13 Jahre
  • Flynn Breuer und Damian Rosenberg Universitätssportverein TU Dresden e.V., im Lgw.-Jungen-Doppelzweier 12 u. 13 Jahre
  • Chiara Schade und Annika Retzke, Dresdner Ruderverein e.V. im Mädchen-Doppelzweier 12 u. 13 Jahre
  • Clara Dornick, Theressa Heinrich, Jamie Herold, Anthony Hobert und St. Fritz Reichel, Pirnaer Ruderverein 1872 e.V., Jungen/Mädchen-Doppelvierer mit St. 12 u. 13 Jahre
  • Cornelius Conrad, Dresdner Ruder-Club 1902 e.V., Jungen-Einer 14 Jahre
  • Nadia Brust, Pirnaer Ruderverein 1872 e.V., Mädchen-Einer 14 Jahre
  • David Lange und Oliver Hofmann vom Laubegaster Ruderverein Dresden e.V. im Lgw.-Jungen-Doppelzweier 13 u. 14 Jahre
  • Tia Leonie Koch, Eyleen Ebschner vom Pirnaer Ruderverein 1872 e.V. im Mädchen-Doppelzweier 13 u. 14 Jahre

Als zweite Wettbewerbsform waren am Sonnabend im Allgemeinen Sportwettbewerb Athletik und Wissen gefordert. Die Sportlerinnen und Sportler wurden dafür in Riegen eingeteiltJeweils sechs Riegen wetteiferten in einer Abteilung gegeneinander und erwarben Punkte für ihr Bundesland und ggf. Medaillen für sich. Im vergangenen Jahr hatte die Ruderjugend Sachsen diesen Teilwettbewerb gewonnen! In diesem Jahr wurde am Ende ein guter 3. Platz (punktgleich mit der Berliner Ruderjugend) in der Länderwertung errungen. Folgende drei sächsische Riegen konnten in ihren Abteilungen beim Allgemeinen Sportwettbewerb gewinnen.

  • Abteilung 11: Franz Rudolph, Fritz Münnich, Gero Oschmann, Hans Hartmann, Ian Wobst, Ida Catharina Wagner, Jannik Haase, Jette Prüfer, Julian Reichelt, Lätizia Klara Lindemann, Laurenz Zimmermann
  • Abteilung 12: Lene Holkenbrink, Leni Dreilich, Leon Hansmann, Leonie Herold, Lino Zastrow, Lion Schweinitz, Lisa Böser, Louis Bößert, Luca Mai, Lukas Haaser, Matteo Colditz, Matthias Hahn
  • Abteilung 16: Max Greubner, Mia Laux, Milan Mende, Nadia Brust, Nele Prüfer, Oliver Hofmann, Philipp Oehler, Sophia Günther, Sophie Andersen, Tia Leonie Koch, Tom Olbrich, Viktor Horn

Den krönenden Abschluss jedes Bundeswettbewerbs bildet am Sonntag die Bundesregatta über 1000 m. Die Läufe werden dabei nach den Zielzeiten der Langstrecke gesetzt. So wird gewährleistet, dass ähnlich starke Ruderinnen und Ruderer sich in ihren jeweiligen Bootsklassen messen.

Die Starterinnen und Starter wurden dabei lautstark von der Tribüne aus von den sächsischen Betreuern, begleitenden Eltern und Großeltern und den nicht im Wettkampf befindlichen Kindern angefeuert. Die grünen „So geht sächsisch“ – Fähnchen und das große Banner der Kampagne hinterließen auch bei den anderen Bundesländern einen bleibenden Eindruck.

Folgende Bootsklassen konnten dabei ihr jeweiliges Rennen gewinnen:

  • Lgw.-Mädchen-Einer 13 Jahre, 1. Lauf, Michelle Pögel vom Akademischer Ruderverein zu Leipzig e. V.
  • Jungen/Mädchen-Doppelvierer mit St. 12 u. 13 Jahre, 1. Lauf, Clara Dornick, Theressa Heinrich, Jamie Herold, Anthony Hobert und St. Fritz Reichel vom Pirnaer Ruderverein 1872 e.V.
  • Mädchen-Doppelzweier 13 u. 14 Jahre, 1. Lauf, Tia Leonie Koch und Eyleen Ebschner vom Pirnaer Ruderverein 1872 e.V.
  • Jungen-Doppelzweier 13 u. 14 Jahre, 2. Lauf, Fritz Münnich, Matteo Colditz vom Pirnaer Ruderverein 1872 e.V.
  • Jungen/Mädchen-Doppelvierer mit St. 13 u. 14 Jahre, 2. Lauf, Sophie Andersen, Max Greubner, Diana Zdrazilova, Gero Oschmann und St. Ella Kovacs vom Pirnaer Ruderverein 1872 e.V.
  • Lgw.-Jungen-Doppelzweier 13 u. 14 Jahre, 3. Lauf, Matthias Hahn und Ian Wobst im Dresdner Ruder-Club 1902 e.V.
  • Jungen-Doppelzweier 12 u. 13 Jahre, 4. Lauf, Leander und Quentin Haugner vom Universitätssportverein TU Dresden e.V.
  • Jungen-Doppelvierer mit St. 12 u. 13 Jahre, 4. Lauf, Lukas Kühnel, Laurenz Knorr, Manuel Lieben, Robin Padberg und St. Emil Sturm vom Pirnaer Ruderverein 1872 e.V.
  • Jungen/Mädchen-Doppelvierer mit St. 12 u. 13 Jahre, 4. Lauf, Lily Pidun, Richard Krause, Gustav Liebold, Elisabeth Flieger und St. Alfred Hübner vom Dresdner Ruderverein e.V. 
  • Mädchen-Doppelzweier 13 u. 14 Jahre, 4. Lauf, Leni Dreilich und Anna Schworm vom Laubegaster Ruderverein Dresden e.V.
  • Jungen-Doppelvierer mit St. 13 u. 14 Jahre, 4. Lauf, Cornelius Conrad, Franz Rudolph, Julian Reichelt, Luca Mai und St. Sophia Günther vom Dresdner Ruder-Club 1902 e.V.

Besonders sind dabei die Siege in den 1. (und damit schnellsten) Abteilungen des Mädchen-Doppelzweiers AK 13/14, des Jungen/Mädchen-Doppelvierer AK 12/13 Jahre (beide Pirnaer Rudervereins) und des Lgw.-Mädchen-Einers AK 13 (ARVL) hervorzuheben. Diese Sportlerinnen und Sportler besetzen damit aktuell die schnellsten Boote in ihrer Klasse.

Der Pirnaer RV konnte gleich 2 Siege in den 1. Abteilungen errudern und wurde gemeinsam mit dem Duisburger RV und der Hallesche-Rvg. Böllberg u. Nelson erfolgreichster Verein dieses Bundeswettbewerbes.

Der Bundeswettbewerb 2020 wird vom 9.-12. Juli in Salzgitter stattfinden.

Hintergrundinformationen:

Der Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen ist mit jährlich ca. 1.000 Teilnehmenden aus allen Bundesländern im Alter zwischen 12 und 14 Jahren die größte Veranstaltung der Deutschen Ruderjugend und findet seit der ersten Austragung 1969 in Nürnberg jedes Jahr im Sommer statt. Er ist in drei verschiedene Sportwettbewerbe unterteilt. Bei der Langstrecke werden 3.000 Meter und bei der Bundesregatta 1.000 Meter gerudert. Beim Allgemeinen Sportwettbewerb werden jugendgemäße Spiel- und Wettkampfformen absolviert. Der BW ist dabei die einzige Wettbewerbsform im Rudern, bei der die Sportlerinnen und Sportler für ihr Bundesland an den Start gehen.

Viele erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler, die beim Bundeswettbewerb für Sachsen an den Start gingen, habe danach eine erfolgreiche Karriere mit Titeln bei den Olympischen Sommerspielen und Weltmeisterschaften bestritten und so die Basis als Schwerpunktsportart in Sachsen gelegt. Ein hervorragendes Beispiel ist Karl Schulze, der im kommenden Jahr seine dritte (!) olympische Goldmedaille erkämpfen möchte.  

Unterstützt wird die Ruderjugend Sachsen in diesem Jahr durch die Kampagne von „So geht sächsisch“ mit dem Landessportbund Sachsen.  Unser Bundesland wurde so auch optisch so gut wie möglich präsentiert. Anstatt wie üblich gegeneinander, kämpft der Nachwuchs der sächsischen Vereine miteinander für das beste Ergebnis für ihr Bundesland. Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl möchten wir gern stärken, indem wir noch mehr auf unser Sachsen hinweisen und zeigen können, wo wir herkommen und dass uns der Zusammenhalt stärker macht.

Weitere Information und Ergebnisse finden Sie auf der Homepage der Deutschen Ruderjugend unter https://www.rudern.de/ruderjugend/bundeswettbewerb

Sachsen zahlen Lehrgeld bei U23 EM


Am vergangenen Wochenende (7. / 8. September 2019) fand in Ioannina in Griechenland die U23 Europameisterschaft im Rudern statt. Das 52-köpfige Team des DRV reiste mit verhaltenen Erwartungen an, ist doch die U23 EM ein Zielwettkampf für die „zweite Reihe“, die knapp an der WM Nominierung gescheitert sind. Nichtsdestotrotz waren die Sportlerinnen und Sportler hoch motiviert auf europäischer Ebene ihre Leistung zu messen. Mit insgesamt 7 Medaillen (2x Gold, 3x Silber und 2x Bronze) kehren die DRV Athleten aus Griechenland zurück.

Von den 9 sächsischen Startern, holte nur Tamara Vukotic (SC DHfK Leipzig) im Frauenachter Edelmetall (Bronze). Marion Reichardt (SC DHfK Leipzig) schrammte im Leichtgewichts-Fraueneiner mit ca. 0,3 Sek an Bronze vorbei. Gleichzeitig ließ die 22-Jährige, die von Landesstützpunkt-Trainer Rüdiger Hauffe trainiert wird, die U23-Weltmeisterschafts-Dritte Lara Tiefenthaler aus Österreich deutlich hinter sich. Es gewinnt die Schweizerin Eline Rol vor der amtierenden U23 Weltmeisterin Susannah Duncan aus Großbritannien und dem Boot aus Rumänien.

Den deutschen Riemenruderinnen fehlt leider immer noch der Anschluss an die internationale Spitze. So kommen Franziska Wittig (Pirnaer Ruderverein) und Michelle Zehmisch (SC DHfK Leipzig) nicht über einen 6. Platz im Vierer ohne hinaus. Auch der Frauenachter mit Tamara Vukotic wird mit 5 Sekunden Rückstand Dritter von drei Booten.

Auch die sächsischen Männer mussten bei der U23 EM Lehrgeld zahlen. Steven-Christopher Hacker (Dresdner Ruder-Club) fährt mit dem Männer Doppelvierer auf Rang 11. Sie konnten nur das Boot aus Bulgarien hinter sich lassen. Der Männer-Achter mit Paul Dohrmann (Wurzener Rudervereinigung), Maximilian Milde (Pirnaer Ruderverein), Richard Aurich und William Strulick (beide SC DHfK Leipzig) qualifizierten sich für das A-Finale und belegen am Ende Platz 6. Die Rumänen, die zur U23 Weltmeisterschaft in gleicher Besetzung auf Platz 4 fuhren, gewinnen den europäischen U23 Titel.

Wir gratulieren allen Medaillengewinnern und auch unseren Sportlerinnen und Sportlern sowie deren Trainern zur EM Nominierung und den guten sportlichen Leistungen. Ein herzlicher Dank geht auch an alle Heimvereine und Familien der Sportler, die die Teilnahme unserer Sportler finanziell überhaupt erst möglich gemacht haben!

Neun Sachsen starten bei der U23 EM in Griechenland

Am kommenden Wochenende (07./08. September 2019) stehen gleich drei Großveranstaltungen im Rudern an – die U23 Europameisterschaft in Ioannina in Griechenland, der Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen in München und der letzte Renntag der Ruderbundesliga 2019 in Münster.

Im griechischen Ioannina wird heute die U23 Rudereuropameisterschaft eröffnet. Insgesamt werden ca. 500 Sportlerinnen und Sportler aus 30 Nationen auf dem Pamvotis See starten. Unter den 52 deutschen Athleten sind auch 9 Sachsen, sowie unser Landesstützpunkttrainer Rüdiger Hauffe, der den Männerachter und den leichten Fraueneiner betreut. Traditionsgemäß werden bei der Nominierung diejenigen berücksichtigt, die es leider nicht zur WM geschafft haben, aber bei den Ranglisten-Rennen und den Jahrgangsmeisterschaften nah dran waren. Aus Sachsen sind folgende Ruderinnen und Ruderer mit dabei: 

Marion Reichardt (SC DHfK Leipzig) im BLW 1x // Nachdem Marion in den vergangenen zwei Jahren zur U23 WM gefahren ist, hatte dieses Jahr ihre Schwester Johanna die Bugspitze vorn. Marion möchte die letzte Gelegenheit im U23 Bereich nutzen, um aufs Treppchen zu fahren. Auch Bundestrainerin Brigitte Bielig räumt der Leipzigerin gute Chancen für den europäischen Erfolg ein. 

Franziska Wittig (Pirnaer Ruderverein) und Michelle Zehmisch (SC DHfK Leipzig) im BW 4- // Bereits bei der deutschen Jahrgangsmeisterschaft holten Franziska und Michelle gemeinsam Silber im Vierer ohne und Bronze in einem spannenden Achter-Rennen. Franziska durfte bereits im Juli als Ersatzfrau erste internationale Erfahrung in Sarasota bei der U23 WM sammeln. Jetzt sitzt sie wieder gemeinsam mit Michelle im Boot und tritt gegen die europäische U23 Elite an. 

Steven-Christopher Hacker (Dresdner Ruder-Club) im BM 4x- // Für Steven hatte es nach zwei U23 WM Teilnahmen, dieses Jahr leider nicht zur WM-Nominierung gereicht. Er möchte mit dem Doppelvierer aber noch einmal zeigen, was er drauf hat. 

Tamara Vukotic (SC DHfK Leipzig) im BW 8+ // Bereits 2017 startete Tamara bei der U23 EM und wurde mit dem Frauenachter Sechste. Dieses Jahr wird es definitiv ein Platz auf dem Treppchen, da leider nur drei Nationen gemeldet haben. Wir sind gespannt, welche Farbe die Medaille am Ende hat. 

Maximilian Milde (Pirnaer Ruderverein), Paul Dohrmann (Wurzener Rudervereinigung), William Strulick und Richard Aurich (beide SC DHfK Leipzig) im BM 8+ // Gleich vier Sachsen sitzen dieses Jahr im U23 Männerachter bei der EM. Das Boot wird von Rüdiger Hauffe vom qualifizierten Landesstützpunkt Leipzig trainiert. Bereits letztes Jahr konnten Paul, William und Richard bei der U23 EM Bronze holen, auch dieses Jahr ist eine Medaille im 7 Boote-Feld das Ziel. 

Leider müssen die Sportler und Vereine sowohl die Vorbereitungswoche in Berlin/ Grünau als auch die Regattateilnahme selbst finanzieren. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Unterstützer, die die Teilnahme unserer Athleten möglich machen. 

Wir wünschen unseren Sportlerinnen und Sportlern, sowie deren Trainern viel Erfolg in Griechenland! 

Mehr Informationen gibt es hier

Helfer gesucht – Rudern gegen Krebs in Dresden

Am 14. September 2019 heißt es wieder „Rudern gegen Krebs!“ auf der Elbe vor dem Sportzentrum Blasewitz oberhalb des Blauen Wunders.

Mit über 100 Regatten in 23 Städten und mehr als 28.000 Teilnehmern in den letzten 14 Jahren ist „Rudern gegen Krebs“ die größte Breitensportveranstaltung dieser Art in Deutschland.

Bereits zum 9. Mal veranstaltet die Stiftung Leben mit Krebs zusammen mit dem Uniklinikum Dresden, der Dresden International University und dem Sächsischen Elbe-Regattaverein die Benefizregatta in Dresden. Die Erlöse der Regatta werden für therapieunterstützende Projekte eingesetzt mit dem Ziel, die Lebensqualität und Lebensfreude von Menschen mit Krebs in und um Dresden entscheidend zu verbessern.

Für die Veranstaltung werden noch dringend fleißige Helfer gesucht. Wenn auch ihr diese tolle Veranstaltung unterstützen wollt, dann meldet euch bitte telefonisch bei Hartmut Elsner vom USV TU Dresden (+49 (0)174 / 9790161). Vielen Dank!

Mehr Infos gibt es auf der Seite des Veranstalters hier