Breitensport/Mastersrudern

Rudern ist ein traditionsreicher Wassersport. Durch die Ausübung des Sports in der Natur sowie dem Bootshaus im Grünen bietet sich die Ideale Gelegenheit, fern vom Alltag den Kopf frei zu bekommen. Dank verschiedenster Bootsklassen und Aktivitäten über den Sport hinaus lässt sich das Gesamterlebnis hierbei individuell gestalten.

Die Altersklassen im Masters-Rudern beginnen mit 27 Jahren (Klasse A) und reichen bis zu einem Durchschnittsalter von 85 Jahren (Klasse K). Neben den klassischen Wettkämpfen im Rudern, bei denen die Boote getrennt nach Geschlechtern an den Start gehen, werden im Masters-Rudern auch Rennen für Mixed-Mannschaften ausgeschrieben, bei denen Frauen und Männer gemeinsam im Boot starten.

Neben dem Wettkampfsport stehen bei den Masters oft auch Aspekte wie Gesundheit und Fitness sowie der soziale Teamgedanke und das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund.

Das Masters-Rudern wird vom Landesruderverband Sachsen e.V. seit Jahren unterstützt und wird in den nächsten Jahren weiter ausgebaut.

Für weitere Informationen steht Uwe Wiedner sehr gerne zu Verfügung.

 

 

 

Seniorenspiele 2022 – Rudern auch im Alter oder mit Handicap ein toller Sport

Gemeinsamer Sporthöhepunkt für Aktive ab 50 Jahren.

Unter dem Motto „aktiv – gesund – lebensfroh“ haben am Samstag die 14. Landes-Seniorensportspiele des Landessportbundes Sachsen (LSB) stattgefunden. Wettkämpfe in knapp 30 Sportarten und knapp 50 Workshop-Angebote zogen zahlreiche Aktive aus dem ganzen Freistaat nach Leipzig. Bis zu 1.500 Teilnehmende stellten ihr sportliches Können unter Beweis oder probierten sich in neuen Sportarten aus. Ein besonderer Dank gilt den knapp 300 ehrenamtlich engagierten Helferinnen und Helfern – etwa im Kampfgericht.

27 Seniorinnen und Senioren vom Gesundheitssportverein Dr.Heine traten am Samstag in einer ganz besonderen Bootsklasse neben den aus Sachsen angereisten Senioren der Gig-Bootsklassen miteinander in den Wettkampf.

Oft sind neue Hüften, Knie- oder Rückeneinschränkungen beim Rudersport zumindest beim Einsteigen mit höherem Alter das Ende der Leidenschaft Rudern – nicht so im Gesundheitssportverein Dr.Heine! 

Der Tüftler „Manne“ (Manfred Heine) hat es geschafft und kann inzwischen schon mit mehreren, eigenhändig konstruierten Sonderbooten in Form eines Katamarans und der damit verbundenen hohen Standsicherheit im Wasser oder am Steg jeder Altersklasse und ganz besonders gesundheitlich eingeschränkten Sportlern das Rudern ermöglichen.

So treffen sich die Gesundheitssportler im Sommer meist am Zwenkauer See und im Winter am Karl-Heine-Kanal regelmäßig zum Training im Boot, aber auch beim Rückentraining, Yoga oder Ausdauer/Kraftprogramm unter fachlicher Anleitung. Nicht wenige sind dabei nach langer Auszeit wieder als Sportler unterwegs, obwohl dies kaum noch möglich schien. 

Die Rennen der Seniorenspiele unter Schirmherrschaft des Landesruderverbandes und Gastgeber Akademischer Ruderverein zu Leipzig e.V. bildeten einen Höhepunkt für alle Seniorensportler. Sandra Heine steuerte als erfahrene Übungsleiterin das Siegerboot erfolgreich ins Ziel.

Regen und Windböen hielten die Sportler nicht von hochmotivierten Rennen ab und alle freuten sich dann über Kaffee, Kuchen, Getränke und Würstchen beim Gastgeber sowie eine tolle Siegerehrung mit Pokalen und Urkunden überreicht von Uwe Wiedner (Landesruderverband) und dem Ehrenvorsitzendem des Akademischen Rudervereines Werner Riemann („Fülle“). 

 

K.Weigel 17.9.2022

WORLD ROWING MASTERS Regatta 2022

07.-11.09. auf dem Dagueys-See im Herzen von Libourne Frankreich 

Bericht eines aus der Ferne mitfiebernden Masters-G Ruderers.

Nach zweijähriger Unterbrechung fand die diesjährige WRM-Regatta im französischen Libourne nähe Bordeaux statt. Libourne warb vorab mit seinen besonderen Vorzügen auf den Gebieten – Sport, Kultur, Weinbau, Gastronomie und Tourismus.

Die Zahl der beteiligten Aktiven bei diesem jährlichen Masterstreffen schwankt in den Angaben von 1500 bis zum dreifachen (möglicherweise ist das auch die Anzahl der Starts). Die Nationenzahl hatte sicher die 50 überschritten.

Die für uns gewöhnten größeren Meldefelder aus Sachsen und Thüringen waren diesmal übersichtlich. Die lange Anreise mit einer über 1500km langen Fahrt und auch wenig Wettkampferfahrung in den letzten beiden Jahren waren einige der Gründe dafür.

Dennoch schrieben sich knapp 20 Masters in die jeweiligen Meldelisten der Alters- und Bootsklassen ein. Die Ausbeute an Erfolgen und guten Platzierungen war dennoch beachtlich.

Einmal mehr siegte Veronika Zimmert (USV-Jg40 MWI) bei den meisten ihrer Starts in den unterschiedlichen Bootsklassen. Sechs Mal wurde sie zum Siegersteg gerufen, vom Vierer bis zum Achter.

Die weiteren Dresdner Starter Stefan Hettwer (DrRV Jg78) gewinnt im Doppelzweier A und Gerd Lützner (DRC-Jg57) verbuchte im Einer MMG den Sieg.

Zwei Aktive vertraten die Leipziger Farben. Beate Schöne (ARV-Jg49). Sie war 3x erfolgreich, im 4+ und 2 Achterrennen. Sven Gierspeck (RVTriton Jg79 ) ruderte im Doppelvierer MMD mit den beiden Lobensteinern Stefan Wende (Jg63) und Christian Spitzer (Jg73) auf Siegkurs.

Für die Pirnaer Farben (11 Starter) ließen sich Lutz Hoffmann und Sven Fahner für ihren Erfolg im Renngemeinschafts-Achter MME (mit Berlin) feiern.

Da alle anderen guten Platzierungen nicht honoriert werden, stehen sie eben nur auf dem Papier und dienen meist nur der internen Wertung. So finden die 2. und 3.Plätze von den bereits oben benannten Masters, wie auch von den Pirnaer Frauen, nur wenig Beachtung. Das ist oft schade und traurig. Besonders, wenn man einen schnellen Lauf erwischt, oder den zeitlich Besten im eigenen Lauf hat. Jedoch bietet das Modell dieser Regatta die Möglichkeit in einer Alters- und Bootsklasse viele Sieger zu küren. (z.B. im F Einer 18x)

 

Aus der Ferne und ersten Berichten war noch folgendes festzustellen:

-dass die Aktiven aus Frankreich, Großbritannien und Irland sehr gute Leistungen abrufen konnten. Sie waren offensichtlich besser über die größere Pausenzeit gekommen.

-erstmalig wurden konsequente Dopingkontrollen durchgeführt.

-Die großzügige Infrastruktur am Regattaort erzeugte aber auch lange Wege. Das merkten insbesondere die Helfer und Betreuer, die teilweise große Strecken zurücklegen mussten.

-Auch waren die Temperaturen von reichlich 30°C nicht jedermanns (Sachsen) Sache.

-Über die wechselnden Wind Bedingungen auf den einzelnen Bahnen waren offensichtlich nicht alle froh. Ob das zu immer fairen Auseinandersetzungen beigetragen hat, lässt sich fernab der Strecke schwer beurteilen.

 

Dennoch war es aus meiner Fernsicht wieder eine beindruckende gewaltige Masters Regatta.

Viele Jahre war ich ebenfalls auf diesen Events, dem großen Masters „Stell Dich ein“ dabei.

2020 und 2021 blieb mir Linz-Ottensheim verwehrt. Mit Südafrika 2023 kann ich mich nicht wirklich anfreunden. 

So bleibt die Vorfreude auf 2024 im heimischen Brandenburg.

 

Skull-, Riemen- und Dollenbruch

Christian Ziegra