Monatsarchiv 29. August 2019

Team Sachsen stimmt sich auf Wettkampfhöhepunkt ein

In Vorbereitung auf das sportliche Highlight der Ruderjugend Sachsen, den Bundeswettbewerb der Mädchen und Jungen (BW) vom 6. bis zum 8. September auf der Regattastrecke in München-Oberschleißheim, fand am 24. August der Vorbereitungstag in Leipzig statt.

Der Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen ist mit jährlich ca. 1.000 Teilnehmenden aus allen Bundesländern im Alter zwischen 12 und 14 Jahren die größte Veranstaltung der Deutschen Ruderjugend und findet seit der ersten Austragung 1969 in Nürnberg jedes Jahr im Sommer statt. Er ist in drei verschiedene Sportwettbewerbe unterteilt: einer Langstrecke über 3.000 Meter, der Bundesregatta über 1.000 Meter und einem allgemeinen Sportwettbewerb mit jugendgemäßen Athletik- und Wissensformen.

Der BW ist dabei die einzige Wettbewerbsform im Rudern, bei der die Sportlerinnen und Sportler für ihr Bundesland als Team an den Start gehen. Und dementsprechend wird auch jedes Boot, egal von welchem sächsischen Verein, von der gesamten sächsischen Delegation angefeuert. In den vergangenen Jahren haben wir es immer wieder geschafft, die Tribünen in ein lautstarkes Meer aus Grün und Weiß zu tauchen. Das Team Sachsen war 2018 mit 86 Ruderinnen und Ruderern, 30 Trainern/Betreuern und Trainerinnen/Betreuerinnen aus 10 sächsischen Vereinen vertreten und belegte in der Gesamtwertung der Länder einen hervorragenden vierten Platz. In diesem Jahr werden wir ebenfalls mit 86 Jungen und Mädchen an den Start gehen. Auch 2019 streben wir vereint das beste Ergebnis an und wollen unser Bundesland so gut wie möglich vertreten.

Traditionell kommen die teilnehmenden sächsischen Sportlerinnen und Sportler sowie deren Betreuer zwei Wochen vor dem eigentlichen Wettbewerb in Leipzig zu einem Vorbereitungstag zusammen. Hier lernt sich das gesamte Team, das sich aus Nachwuchsruderinnen und -ruderern aus ganz Sachsen zusammensetzt, kennen. Gemeinsam werden die Übungen des allgemeinen Sportwettbewerbes geprobt sowie Schlachtrufe zum Anfeuern einstudiert.

Einige erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler, die beim Bundeswettbewerb für Sachsen an den Start gingen, haben danach eine erfolgreiche Karriere mit Titeln bei internationalen Wettkämpfen bis hin zu den Olympischen Sommerspielen bestritten.  Ein hervorragendes Beispiel ist Karl Schulze, der im kommenden Jahr seine dritte (!) olympische Goldmedaille erkämpfen möchte.  

Unterstützt wird die Ruderjugend Sachsen in diesem Jahr durch die Kampagne von „So geht sächsisch“.  Unser Bundesland kann so auch optisch präsent sein. Wir möchten damit auch das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken, indem wir zeigen, woher wir kommen – Zusammenhalt macht stärker!

Mehr Infos unter: https://www.rudern.de/ruderjugend/bundeswettbewerb

Junioren Weltmeisterschaft 2019

“Was für ein Endspurt der Deutschen!“

Der Deutsche Ruderverband holt bei der Junioren-WM in Tokio 12 Medaillen – 5x Gold, 3x Silber, 4x Bronze – und gewinnt somit die Nationenwertung. Bei schwül-heißen Bedingungen jenseits der 30 °C Marke besteht der Sea Forest Waterway in Tokio den Test zur Olympiavorbereitung. Unsere 5 sächsischen Sportlerinnen und Sportler bringen einmal Gold und einmal Silber aus dem Land der aufgehenden Sonne mit und jede Menge tolle Erfahrungen.

Vom 7. bis 11. August 2019 fand auf dem Sea Forest Waterway in Tokio die Junioren-weltmeisterschaft im Rudern statt. Traditionell findet im vorolympischen Jahr, die Junioren-WM als Testveranstaltung auf der zukünftigen olympischen Regattastrecke statt. Der neue Regattakurs (übrigens auf Salzwasser) hat mit neuen Weltbestzeiten und sehr guter Organisation den Test mit wehenden Fahnen bestanden.

Aus Sachsen waren Hannah Grimm (Akademischer Ruderverein zu Leipzig), Jannik Lagerein, Constantin Conrad und Elrond Kullmann (Dresdner Ruder-Club 1902) sowie Johanna Sinkewitz (Pirnaer Ruderverein 1872) dabei. Schon am Eröffnungstag gab es die ersten Erfolge zu feiern: Sowohl Hannah im Juniorinnen-Einer, als auch Jannik und Constantin im Junioren-Zweier ohne konnten ihre jeweiligen Ersatzleute-Rennen gewinnen.

Elrond Kullmann ist Junioren-Weltmeister im Doppelvierer

Paul Berghoff, Alexander Finger, Sören Henkel und Elrond Kullmann (SC Magdeburg e.V. Abteilung Rudern/Berliner RC/RV Waltrop/Dresdner RC) haben eine tolle WM mit Gold belohnt. Die Jungs von Trainer Schützeberg lagen im Finale bis zur 1.500-m-Marke auf dem zweiten Rang hinter Italien. Wie schon im Vorlauf bewiesen sie ihre überragende Spurtstärke und schoben ihr Bug auf den letzten Metern noch auf den Goldrang. Was für ein Rennen! Hier könnt ihr das Rennen noch einmal sehen: JM 4x- Finale

Johanna Sinkewitz ist Vize-Weltmeisterin im Doppelvierer

Luise Bachmann, Charlotte Moritz, Johanna Sinkewitz und Sarah Wibberenz (RV Ingelheim/Alster-RV Hanseat von 1925/Pirnaer RV/RC Havel Brandenburg) rudern nach einer starken WM zu Silber. Nachdem sie im Halbfinale die schnellste Zeit hatten, sind sie auch im Finale gut ins Rennen gekommen und lagen bei der ersten Zeitmessung in Führung. Auf den zweiten 500 m schob sich das Boot aus Neuseeland vorbei und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Mit etwas mehr als zwei Sekunden Rückstand überquerten die Athletinnen von Anna-Maria Götz als Zweite die Ziellinie und freuen sich über Silber. Auch dieses tolle Rennen kann man noch einmal anschauen: JF 4x- Finale

Überwältigende Leistung

„Die WM ist für uns wirklich sehr gut gelaufen. Ich wusste, dass wir nicht ganz schlecht unterwegs sind, da wir eine wirklich gute UWV hatten. Aber dass wir das in dieser Breite so hinbekommen, ist wirklich überwältigend. Einige werden sicherlich noch etwas brauchen, um das zu realisieren“, freut sich eine stolze Bundestrainerin Sabine Tschäge. So eine starke Leistung ist aber auch nur mit einem guten Team zu schaffen. „Wir haben ein relativ junges Trainerteam, das sehr gut zusammengearbeitet hat. Das hat definitiv geholfen, so eine tolle Teamleistung zu erreichen“, so Tschäge.

Dem schließen wir uns an: Wir gratulieren allen Sportlerinnen und Sportlern, sowie Trainerinnen und Trainern an den Stützpunkten und in den Vereinen recht herzlich zu diesen tollen Erfolgen.