Monatsarchiv 28. Juli 2019

U23 Weltmeisterschaft 2019

 

Zweimal Silber für Sachsen bei der U23-Weltmeisterschaft im Rudern

Insgesamt holt das deutsche Team 9 Medaillen bei der U23-Ruderweltmeisterschaft in Sarasota, Florida (USA). Franz Werner (Pirnaer Ruderverein) ist Vizeweltmeister mit dem deutschen U23-Männer-Doppelvierer. Johanna Reichardt (SC DHfK Leipzig) gewinnt Silber im Leichtgewichts-Einer. Katja Fuhrman (Laubegaster Ruderverein Dresden) wird Fünfte im U23-Frauenachter.

Bei schwül-heißen Temperaturen mit gefühlten 38 C° Lufttemperatur lieferten sich die 19- bis 22-jährigen Ruderinnen und Ruderer aus 53 Nationen heiße Fights auf der Regattastrecke des Nathan-Benderson-Parks in Sarasota, Florida. Nachdem es in den Vorläufen immer wieder zu Startverschiebungen wegen Gewitter und Starkregen kam, strahlte die Sonne an den Finaltagen mit den Medaillengewinnern um die Wette.

Franz Werner ist Vizeweltmeister im Doppelvierer

Franz Werner (18, Pirna), David Junge (21, Potsdam), Moritz Wolff (19, Berlin) und Johannes Lotz (22, Hanau) gewinnen nach einem engen Bord-an-Bord-Kampf mit Großbritannien und Italien Silber in einem stark besetzten Doppelvierer-Feld. Sowohl im Vorlauf als auch im Halbfinale hatten die Italiener jeweils ihren Bugball vor dem deutschen Boot. Im Finale gingen die vier deutschen Männer das Rennen couragiert an und setzten sich an die Spitze des Feldes. Doch nach der 1000-Meter-Marke ging das britische Boot erstmals in Führung. Kurz vor dem Ziel war es ein Duell zwischen Großbritannien und Deutschland um den Titel. Am Ende setzten sich die Briten durch. Die Männer um Schlagmann Johannes Lotz freuten sich riesig über die Silbermedaille: „Wir haben wirklich versucht, von Anfang an vorne wegzufahren und mit den Briten mitzuhalten. Das haben wir auch hinbekommen. Am Ende mussten wir dann neidlos anerkennen, dass die Briten über die dritten 500 Meter dann leider weggefahren sind. Aber wir haben Silber gewonnen und nicht Gold verloren“.

Johanna Reichardt gewinnt Silber im Leichtgewichts-Einer

Johanna Reichardt (22, Leipzig) lieferte eine starke Vorstellung im Finale des Leichtgewichts-Einer. Schon am Mittwoch im Vorlauf zeigte sie, dass sie in Topform ist und gewann mit 12 Sekunden Vorsprung. Im Halbfinale musste sie im Schlussspurt die Britin Susannah Duncan ziehen lassen, aber qualifizierte sich souverän für den Endlauf. Im Finale überzeugte die Leipzigerin wieder über die mittleren 1000 Meter. Leider konnte sie in der Hitze von Sarasota den bereits bekannten Schlussspurt der Britin nicht mehr kontern. Aber auch über die gewonnen Silbermedaille war die Freude sehr groß: „Ich wusste, dass das Finale ein sehr enges Rennen wird. Ich wollte unbedingt auf‘s Treppchen. Das habe ich erreicht.“

Ihr Trainer Rüdiger Hauffe (Leipzig) konnte gleich zweimal jubeln. Er betreute sowohl Johanna, als auch Luise Asmussen (20, Bremen) und Cosima Clotten (19, Neuss) im Leichtgewichts-Doppelzweier, die Bronze mit nach Hause nehmen.

Deutscher Frauenachter chancenlos

Katja Fuhrmann (20, Dresden) konnte mit dem deutschen Frauenachter, der von René Burmeister trainiert wird, leider nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Wie im Bahnverteilungsrennen belegte das deutsche Boot den fünften Platz mit einer Zeit von 6:38,45 min. Die Niederlande gewannen das Rennen mit einer überlegenen Leistung vor Großbritannien und den USA.

Im Medaillenspiegel landet Deutschland mit 9 Medaillen auf dem dritten Rang hinter Italien und Großbritannien. Gold gab es im Männer-Einer und im Leichtgewichts-Doppelzweier der Männer. Silber holte der Frauen- und Männer-Doppelvierer, der Leichtgewichts-Einer der Frauen, der Leichtgewichts-Zweier ohne der Männer und der Leichtgewichts-Doppelvierer der Frauen. Bronze geht an den Leichtgewichts-Zweier ohne der Frauen, sowie den Leichtgewichts-Doppelzweier der Frauen.

Ruderbundesliga 2019 – Melitta Renntag Minden

Die Ruderbundesliga gastierte zum Melitta Renntag am Wasserstraßenkreuz Minden. Die Männer des WurzenAchter entscheiden das sächsische Duell gegen den DER – Achter Dresden um die Plätze 9 und 10 des Renntags für sich. Die Frauen des Mulde8er werden 6. im Tagesclassement.

Am vergangenen Samstag fand nun schon zum zweiten Mal ein Renntag der Ruderbundesliga auf dem Wasserstraßenkreuz in Minden statt. Auf der „Alten Fahrt“, wo der Mittellandkanal über eine Trogbrücke die Weser kreuzt sprinteten die 26 schnellsten Vereinsachter Deutschlands 390 m im Duell-Modus gegeneinander. Unter dem Motto „Näher dran geht nicht“ waren wieder zahlreiche Zuschauer beim Melitta Renntag mit dabei und konnten die Rennen von der ca. 1 m hohen Kaimauer hautnah mit verfolgen. Dabei war Präzisionsarbeit von Ruderern und Steuerleuten gefragt, schließlich waren die Bahnen nur 12 m breit. Zweimal gab es dann auch Berührungen mit der Spundwand, die aber zum Glück glimpflich ausgingen.

Mulde8er zeigt Aufwärtstrend

Während sich die Frauen des Mulde8er Wurzener Land im Zeitfahren noch deutlich den Gegnerinnen geschlagen geben mussten, konnten sie sich über den Tagesverlauf im Viertel- und Halbfinale stetig steigern. Besonders im Halbfinale zeigten sie was in ihnen steckt und schlugen Dauerrivale Hebewerk-Achter RV Waltrop. Somit ging es im Finale um die Plätze 5 und 6, wo sie sich aber dem Team Bremen geschlagen geben mussten. Am Ende ändert sich leider am Tabellenstand (Platz 8) nichts, aber die Tagesplatzierung gibt Motivation für die Vorbereitung auf den nächsten Renntag.

Übrigens konnte Stammkraft Stephanie Rödel in Minden nicht mit dabei sein. Charlotte Ahrens, die sonst im Bug für Stabilität sorgt, sprang dafür als Steuerfrau ein und löste die ungewohnte und besondere Herausforderung des engen Kurses hervorragend.

Sächsische Männerteams landen im Mittelfeld

Das Zeitfahren der Männer zeigte deutlich wir hoch das Niveau der Ruderbundesliga ist. Zwischen Platz 3 und Platz 15 lagen nur 3 Sekunden. Einzig das Melitta-Achter Minden Team Black und der Vorjahressieger Hauptstadtsprinter DWB-HOLDING Berlin blieben unter der Marke von 1:02,0 min.

Die Männer des DER-Achter Dresden kamen nicht gut in den Renntag und waren im Zeitfahren nur 17. Im Achtelfinale mussten sie somit gegen den Hauptstadtsprinter DWB-HOLDING Berlin antreten, der doch deutlich schneller war. Trotzdem zeigten die Männer aus Dresden eine stärkere Leistung als im Vorlauf. Nach einem souveränen Sieg gegen den Travesprinter Lübeck (Berührung mit der Kaimauer) und einem sehr knappen Sieg gegen den Germania Achter Frankfurt (0,1 sek Vorsprung) qualifizierten sie sich für das Finale um die Plätze 9 und 10 gegen den WurzenAchter.

Der WurzenAchter startete mit einem soliden 6. Platz im Zeitfahren in den Renntag. Nach einem Sieg im Achtelfinale gegen den Salzlandachter Bernburg war eine Platzierung in den Top 8 noch möglich. Leider mussten sie sich aber im Viertelfinale dem späteren Tagessieger aus Berlin deutlich geschlagen geben und durch den Qualifikationsmodus mit Zeitvergleich rutschten sie in den Block um die Plätze 9 bis 12. Nach einem Sieg gegen den Sparkasse Gießen Achter kam es im Finale dann zum sächsischen Duell mit dem DER-Achter Dresden. Am Ende setzten sich die Männer von der Mulde deutlich durch.

In der Tabelle steht Wurzen nun punktgleich mit Krefeld auf Platz 8 (20 Punkte). Dresden ist punktgleich mit dem Ruderclub Witten Achter und dem Germania Achter Frankfurt auf Platz 12.

Bei den kommenden Renntagen in Hannover am 3. August, Leipzig am 17. August und in Münster am 7. September werden die sächsischen Teams wieder angreifen.

Landesjugendspiele Sachsen 2019

Landesjugendspiele im Rudern erfolgreich durchgeführt

Die diesjährigen Landesjugendspiele im Rudern sind erfolgreich absolviert. 100 Jungen und Mädchen starteten in 4er Teams im Stauseebad Cossebaude in Dresden. In einem Athletikwettbewerb und einem Wasserwettbewerb wurden die Besten ermittelt. Dabei ging es vor allem um Geschicklichkeit und Bootsbeherrschung. Unüblich im Rudern war dabei, dass die Mannschaften durch Sportlerinnen und Sportler aus verschiedenen sächsischen Vereinen zusammengesetzt wurden, anstatt in reinen Vereinsmannschaften gegeneinander anzutreten. Somit war auch eine schnelle Anpassung auf die Teammitglieder gefordert und ein besseres Kennenlernen innerhalb der Ruderjugend gewährleistet.

Die Kinder mussten sich im Athletikteil u. a. beim Seilspringen mit Mathematikaufgaben, beim Schaumstoffspeer-Weitwerfen, beim Finden von Fehlern an einem extra präparierten Einer, aber auch beim Staffelbiathlon besonderen koordinativen Aufgaben stellen. Bei den Wasserwettbewerben wurde Schlagzahlrudern, Geschicklichkeit im Boot und ein Slalomfahren abgefordert.

Die Siegerehrung hielt dann noch eine Überraschung für die Kinder bereit:  Übergeben wurden die Medaillen von Phillipp Wende, Doppelolympiasieger im Doppelvierer, der unter großem Beifall die Sieger und Platzierten auszeichnete (Ergebnisliste Platz 1-3 hier)

Ein herzlicher Dank geht an die Unterstützer der Dresdner Bäder GmbH und vom Wassersportzentrum Dresden, die uns bei allen möglichen und unmöglichen Anliegen weitergeholfen haben und an die zahlreichen Helfer aus den sächsischen Rudervereinen.

Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf. Nach den wohlverdienten Sommerferien werden die besten sächsischen Nachwuchs-Ruderer für ihr Bundesland beim Bundeswettbewerb für Mädchen und Jungen vom 6.-8. September in München an den Start gehen.

 

Deutsche Jahrgangsmeisterschaften 2019

 

Deutsche Meisterschaften U17, U19 und U23: Medaillenregen für sächsische Ruderer

Die Sachsen holen insgesamt 23 Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften vom 20. – 23. Juni auf dem Beetzsee in Brandenburg an der Havel. Fünf U23 SportlerInnen und vier U19 SportlerInnen qualifizieren sich für die WM. Insgesamt starten über 1.200 Ruderinnen und Ruderer bei den nationalen Titelkämpfen. Beim parallel stattfindenden Wanderrudertreffen nehmen über 250 Breitensportler teil und sorgen für beeindruckende Bilder auf der nun 50-jährigen Regattastrecke.

Strahlender Sonnenschein, reibungslose Organisation, faire Ruderbedingungen, eine brechendvolle Tribüne mit Freunden, Familie und ruderbegeisterte Fans, die lautstark vom Ufer aus unterstützten. Der perfekte Rahmen für die Deutschen Meisterschaften U17, U19 und U23 und dem 50-jährigen Jubiläum der Regattastrecke Beetzsee in Brandenburg an der Havel am vergangenen Wochenende. Besonders auf dem Wasser ging es heiß her. Im 7-Minuten-Takt fielen Medaillenentscheidungen. WM Träume platzten und andere erfüllten sich. Ein besonderes Highlight war die Vorbeifahrt des Deutschen Wanderrudertreffens 2019, als über 50 vollbesetzte Wanderboote sich auf dem Wasser tummelten.

Für Sachsen war es ein außerordentlich erfolgreiches Wochenende, das mit einigen positiven Überraschungen, als auch souveränen Favoritensiegen gespickt war. Insgesamt holte unser Team 23 Medaillen – 6x Gold, 8x Silber und 9x Bronze. Neun Sportlerinnen und Sportler qualifizieren sich für die Weltmeisterschaften in Sarasota, Florida für die U23 und in Tokyo für die Junioren.

Bernd Bielig vom Landesruderverband Sachsen zieht ein beeindruckendes Resümee: „Die Ergebnisse aus sächsischer Sicht sind fast schon überwältigend. Damit haben wir in dieser Form nicht gerechnet. Es war ringsum einfach ein super Wochenende. Auch ein großes Lob an den Regattastab, Wettkampfrichter und alle, die zum Gelingen dieser hervorragenden Meisterschaften beigetragen haben. „

Unser Dank gilt allen Sportlerinnen und Sportlern, Trainerinnen und Trainern, Vereinen, Familien und Unterstützern, ohne die diese Erfolge nicht möglich gewesen wären.

 


 

U23 – Zwei Mal Gold für Katja Fuhrmann

Im U23 Bereich fielen die Entscheidungen bereits am Samstag. Katja Fuhrmann zählte schon letztes Jahr zu den besten U23 Ruderinnen und startete im Vierer ohne bei der WM. Mit sehr guten Leistungen über die Saison sicherte sich die 19-jährige Laubegasterin einen Platz im Achter dieses Jahr und holte zuletzt zweimal Gold mit der U23 Auswahl bei der Internationalen Ratzeburger Ruderregatta. In Brandenburg krönte sich der Schützling von Trainer Egbert Scheibe mit zwei Meistertiteln im Achter und Vierer und löste damit verdient das WM-Ticket.

U23 – Johanna Reichardt entscheidet Zwillingsduell für sich

Besonders spannend waren die Duelle zwischen den Zwillingen Johanna und Marion Reichardt vom SC DHfK Leipzig im Leichtgewichts-Einer und –Doppelvierer. Im Einer erwischte Marion den besseren Start und kämpfte mit Karin Volk (Ulmer RC Donau) um die Führung. Johanna lag zunächst nur auf dem dritten Rang mit ca. 3 Sekunden Rückstand. Dank eines unwiderstehlichen Zwischenspurts zur Streckenhälfte setzte sich Johanna an die Spitze. Nur ihre Schwester versuchte noch zu kontern. Der Rest des Feldes war da schon geschlagen. Am Ende hieß die Siegerin, wie auch schon zur Internationalen Ratzeburger Ruderregatta, Johanna Reichardt. Auch im Doppelvierer hatte Johanna gemeinsam mit Elisabeth Mainz, Luise Asmussen und Cosima Clotten den Bugball vorn und löst damit auch das Ticket zur U23 WM in Sarasota, Florida in den USA.

Nachdem Marion Reichardt sowohl 2017 (Bronze) und 2018 (4. Platz) im U23 Leichtgewichtsdoppelvierer bei der WM saß, fährt sie dieses Jahr zur Europameisterschaft in Ioannina, Griechenland. Die europäischen Titelkämpfe finden am 7./8. September statt.

U23 – Franz Werner wird Favoritenrolle gerecht

Nachdem Franz Werner (Pirnaer RV) bereits gemeinsam mit David Junge (RC Potsdam), Moritz Wolff (Berliner RC) und Johannes Lotz (Hanauer RG) bereits während der Saison dominierte, waren sie die Gejagten bei der Deutschen Meisterschaft. Im Rennen um die Medaillen ließen sie mit einem klaren Start-Ziel-Sieg keine Zweifel aufkommen. Der wohlverdiente Lohn, Gold und das Ticket zur U23 WM in Sarasota, Florida in den USA. Einziger Wehrmutstropfen für den 19-Jährigen, der bei Egbert Scheibe am Bundesstützpunkt in Dresden trainiert: im Doppelzweier mit David Junge reicht es im Endspurt „nur“ zu Rang 4.

U23 – Wimpernschlag-Finale für Sophie Leupold

Sophie Leupold machte es bis zum allerletzten Schlag wahnsinnig spannend. Im Finale des Doppelzweiers sprinteten sie mit ihrer Partnerin Annabelle Bachmann (RV Ingelheim) auf den letzten 500 Metern noch auf den dritten Platz – auf die Hundertstelsekunde zeitgleich mit dem Boot aus Saarbrücken / Hamburg. Nach diesem Foto-Finish musste Trainer Egbert Scheibe erstmal tief durchatmen. Auch die 20-Jährige wird wieder im deutschen Einteiler bei der WM starten.

U23 – Konstante Leistung von Franziska Wittig

Franziska Wittig hatte bisher eine gute Saison, aber keine überragende. Bei der Kleinbootmeisterschaft Ende April reichte es nur zum B-Finale. Bei der Internationalen Regatta in Ratzeburg gab es zweimal Silber. Jedes Mal war ein deutsches Boot schneller. Am vergangenen Samstag holte die 19-Jährige in Renngemeinschaft mit Michelle Zehmisch (SC DHfK Leipzig), Katarina Tkachenko und Lea Dahn (beide RC Potsdam) wieder Silber. Lange Zeit lagen sie in Führung, aber konnten den Endspurt des Teams aus München, Regensburg, Siegburg und Ratzeburg nichts mehr entgegensetzen. Im Frauen-Achter gewann sie in einem spannenden Rennen Bronze. Am Ende wird diese konstante gute Leistung mit einem WM Ticket belohnt.

Seit 25.06.2019 sind die U23 WM-Nominierten im Trainingslager zur Wettkampfvorbereitung. Dort wird dann die finale Besetzung der Boote bestimmt und am technischen Feinschliff gearbeitet. Viel Zeit bleibt nicht, denn die Internationalen Titelkämpfe starten schon am 24. Juli 2019.

Michelle Zehmisch, Tamara Vukotic, Maxi Baumgart, Richard Aurich, William Strulick (alle SC DHfK Leipzig), Steven Hacker (DRC) Maximilian Milde (Pirnaer RV) und Paul Dohrmann (Wurzener RV) trugen mit weiteren Top 5 Platzierungen zum Erfolg im U23 Bereich bei.

U19 – Johanna Sinkewitz gewinnt sächsisches Duell um WM Ticket

Johanna Sinkewitz vom Pirnaer RV zeigte konstante Leistungen im Saisonverlauf. Zweimal wurde sie in den Ranglistenrennen Siebte. Sieben Rollsitze sind bei den Juniorinnen im Skullbereich zu vergeben. Bei der Junioren-EM im Mai erhielt noch Hanna Grimm (ARV zu Leipzig) den Vorrang. Somit deutete sich für die DM ein innersächsisches Duell um das letzte WM-Ticket im Skullbereich an. Und so kam es auch. Im Einer ruderte Alexandra Föster (RC Meschede), die bereits für das WM Team gesetzt war, einen souveränen Sieg nach Hause. Dahinter entwickelte sich ein spannender Zweikampf zwischen Johanna und Hannah. Kurz vor dem Ziel konnte sich die 18-Jährige Pirnaerin von ihrer Leipziger Verfolgerin lösen und holte sich die verdiente Silbermedaille.  Mit Gold im Doppelvierer setzte der Schützling von Landesstützpunkttrainerin Claudia Herpertz dem erfolgreichen Wochenende noch das i-Tüpfelchen auf.

U19 – Elrond Kullmann bestätigt sehr gute Leistungen mit Silber

Elrond Kullmann (Dresdner RC) wusste, dass jeder Schlag zählt, um sich eines der begehrten WM-Tickets zu sichern. Er hatte trotz sehr guter Leistungen zu Saisonbeginn die Junioren-EM in Essen knapp verpasst. Bei der internationalen Juniorenregatta in Hamburg ging er mit etwas Wut im Bauch an den Start und holte sich Bronze im Einer sowie Silber im Doppelzweier und Doppelvierer, ein gutes Zeichen für das Meisterschaftswochenende. Auch in Brandenburg holte der 18-Jährige, der bei Claudia Herpertz am Landesstützpunkt trainiert, zweimal Silber im Mittel- und Großboot. Damit hat er auch das Ticket nach Tokyo sicher.

U19 – Für Constantin Conrad und Jannik Lagerein ist der Knoten geplatzt

Wie Phönix aus der Asche kann man die Saison von Constantin Conrad und Jannik Lagerein (beide DRC) bezeichnen. Zu Beginn der Saison in Köln noch auf Platz 27 in der Rangliste im Zweier, in München im Mai auf Platz 13, in Hamburg Anfang Juni auf Platz 6, jetzt Deutscher Vizemeister in Brandenburg. Was für eine beeindruckende Entwicklung, die mit der Nominierung zur WM belohnt wurde.

Das sächsische Quartett reist nun erstmal zur UWV nach Berlin bevor es dann Anfang August in den Fernen Osten geht. Die Junioren-WM findet vom 7. – 11. August 2019 in Tokyo auf der zukünftigen Regattastrecke statt.

Im U19 Bereich gab es noch zwei weitere Bronzemedaillen für Justus Herget vom USV TU Dresden im Doppelvierer und Mareen Tetzner (SC DHfK Leipzig) im Zweier ohne.

U17 – Pirnaer Jungs überraschen alle

Normalerweise trainieren die Sportler, die bei den Deutschen Meisterschaften starten, an Landes- oder Bundesstützpunkten. Teilweise wechseln sie die Schule und ziehen in Sportinternate, um das hohe Trainingspensum besser erfüllen zu können. Zu Regatten werden regionsübergreifende Mannschaften gebildet, um wettbewerbsfähig zu sein. Fünf mutige Pirnaer Jungs (Niclas Mosig, Joel Wiener, Keanu Wiener, Tim Spindler und Steuermann Marvin Tegtmeier) und ihre Trainerin Grit Husseck trauten sich als reine Vereinsmannschaft im Vierer mit Steuermann der 15- und 16-Jährigen zu melden. Die Überraschung war perfekt als das Boot nach einem sehr spannenden Rennen als dritte die Ziellinie querte. Die mitgereisten Schlachtenbummler waren außer Rand und Band und die Jungs konnten es noch gar nicht richtig glauben.

U17 – Moritz Ombodi zeigt Kämpferherz

Auch die Leistung von Moritz Ombodi (Torgauer RV) im Junioren Einer war sensationell. Nachdem er auf den ersten 500m mit einer Länge Rückstand auf Platz 3 lag, kämpfte er sich zur Streckenhälfte auf den zweiten Platz vor. Diesen verteidigte er bis ans Ende und darf sich nun Deutscher Vizemeister U17 nennen.

Im U17 Bereich qualifizierten sich zudem die sächsische Renngemeinschaft Isabell Heine (Dresdner RV), Mara Gellner (Dresdner RC), Svenja Melina Kneiss (SC DHfK Leipzig), Amal El Hendi (Dresdner RC) und Steuerfrau Emma Mehner (Dresdner RC) im Doppelvierer sowie Vincent Hanewinkel (SC DHfK Leipzig)  und Tim Laux (ARV Leipzig) im Leichtgewichts-Doppelzweier für das B-Finale. Die Junioren belegen am Ende Platz 7 und die Juniorinnen Platz 10.

Wir gratulieren allen Sportlerinnen und Sportlern sowie Trainern und Trainerinnen zu diesen außerordentlich tollen Ergebnissen.