Monatsarchiv 30. Oktober 2018

44. Elbepokal Dresden

Der 44. Elbepokal fand an diesem Wochenende statt.
Es waren gute Witterungsbedingungen. Es wurde Kampfgeist und gute Ruderarbeit verlangt. So sollte ein Elbepokal sein.
Die Teilnehmerzahl mit  Booten und Ruderern aus Vereinen hätte besser sein können, hält sich aber trotzdem stabil. Erfreulich war die Teilnahme von unseren Sportfreunden aus Tschechien und Österreich.
Es ist hoch zu werten, dass der Sächsischen Elbe- Regatta Verein diesen Wettkampf für unsere Sportler  wieder im gewohnten Rhythmus durchgeführt hat.
Dieses Jahr konnten neue Helfer für verschiedene Aufgaben gewonnen werden. Leider mussten wir wieder auf Unterstützung von Kampfrichtern aus anderen Bundesländern zurückgreifen.
Gute Arbeit leistete unser nun schon seit Jahren bewährter Regattasprecher.
Der Elbepokal ist wie immer als Bestandsaufnahme vor dem Wintertraining zu werten. Die Ergebnisse werden als Motivationsfaktor für das manchmal nicht einfache Training in dieser Zeit genutzt. Unser herzlicher Dank geht an die Organisatoren, an die Mitstreiter des Sächsischen  Elbe- Regatta Vereins und die Ruderkameradinnen und Ruderkameraden aus den  ausführenden Rudervereinen. Egal ob Wettkampfrichter, Motorbootfahrer oder die Organisation der Verpflegung der Sportler und Gäste, alle waren mit großem Engagement dabei.
Text: Bernd Bielig Fotos: Volker Slavik

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Erfolgreich – Trainingslehrgang 4x+ für Jungen und Mädchen

Den herrlichen Herbst und zudem die Ferien genutzt – 19 Sportlerinnen und Sportler waren zum Trainingslehrgang der Ruderjugend Sachsen vom am Wochenende 13./14. Oktober 2018 nach Schmölen (Wurzen) eingeladen. Theorie und Praxis der Rudertechnik standen auf dem Plan und wurden mit einer gemeinsamen Erarbeitung zum rudertechnischen Leitbild sowie drei Trainingseinheiten auf dem Wasser im 2x und 4x+ umgesetzt. Dabei wurden Videoaufnahmen zur gemeinsamen Auswertung gemacht und im Nachgang besprochen. Ergänzt wurde das Programm durch allgemeines Sport und Spiel.

Die Chance mal mit gemischten Mannschaften aus unterschiedlichen Vereinen im 4x+ zu fahren, fand positive Aufmerksamkeit, das Kennenlernen untereinander und das Einstellen auf die Anderen kam fast wie von selbst. Mit dem Trainingslehrgang sollen vor allem aussichtsreiche Ruderinnen und Ruderer der Altersklasse 12/13 gefördert werden, die auch im Jahr 2019 eine Chance auf und den Willen zur Teilnahme am Bundeswettbewerb haben. Außerdem soll der Erfahrungsaustausch zwischen den Trainerinnen und Trainern in Ehrenamt und Hauptamt unterstützt werden.

Ein angenehmes und erfolgreiches Wochenende auf jeden Fall. Eine Fortsetzung ist angedacht.

Schwitzende und staunende Studenten in Shanghai

Ohrenbetäubendes Schnarren und der süß-klebrige Duft nach Zoo schlagen uns (Johanna und Marion Reichardt) bei unserer Ankunft am Hotel entgegen. Stickige 37°C, 99% Luftfeuchtigkeit und Gerüche gleichen denen eines Tropenhauses. Die Geräuschkulisse, welche wir anfänglich für einen Rasensprenger hielten, entpuppte sich als das Zirpen von Riesengrillen.
Da sind wir also zur Studenten-WM im Chinesischen Shanghai!!
Für uns Leichtgewichte war das Leihboot schnell eingestellt, während die schweren und damit verglichen zu den Asiaten doch überdimensional großen Männer bis zuletzt mit dem Material zu kämpfen hatten.
Und schon ging es auf die Strecke, die leicht an den zoologischen Elefanten-Badetempel erinnert – nicht nur wegen der Wassertemperatur.
Der Schweiß läuft schon vor der Erwärmung und bei fast 100% Luftfeuchtigkeit sind auch unsere Kühlwesten nahezu wirkungslos: Sehen wir dies als erfahrungsbringende zusätzliche Herausforderung.

Die Chinesen (Weixiao und Weimiao Zhang [ebenfalls Zwillinge]) dominierten in ihrem Vorlauf. In unserem schickten uns Italien (Arianna Noseda und Paola Piazzolla) in den Hoffnungslauf, sodass wir ein Rennen mehr Zeit hatten, uns an unser leicht schräg fahrendes Boot (Schwertkasten schief eingebaut) gewöhnen zu können.
Im Hoffnungslauf waren wir uns dann nicht einig, ob wir im Schlussspurt noch steuern sollten, oder nicht. Uneinigkeit im Zweier macht eben langsam, sodass uns die Briten (Alexandra Jane Styles und Fiona Grace Chestnutt) überholten. Ärgerlich! Aber für den Finaleinzug ausreichend – dann eben Attacke von der Außenbahn!
Finale: Zweier, miteinander, gemeinsam, auch gemeinsam gegen das schräge Schwert steuern. Die Niederländer (Anouk van Leeuwen und Arlette de Vegt) und Briten fielen zurück, sonst ist noch nichts entschieden, bis sich die Chinesen kurz vor dem Endspurt an die Spitze setzen konnten. Zweiter bis Vierter überquerten nahezu zeitgleich die Ziellinie. Australien vor Deutschland vor Italien, war die Entscheidung des Zielgerichts.
Ein super Rennen und eine Bronzemedaille als Reisesouvenir waren überaus zufrieden stellend.

Touristische Attraktionen wie die Aussicht vom zweithöhchsten Wolkenkratzer der Welt, Lukullische Speisen im traditionellen Restaurant und die Besichtigung der Altstadt komplettierten die Abenteuerreise.
Nicht nur ein spannender Wettkampf, sondern insgesamt ein einzigartiges Erlebnis! (Nahezu komplett finanziert vom allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband: Danke!)

Bericht 27. Landesmeisterschaft 2018 in Eilenburg

Die 27. Landesmeisterschaft Sachsen fand am Wochenende bei besten Witterungsbedingungen statt. Die Bedingungen waren für die Sportler immer fair und ruder bar.
Im Vorfeld lösten unsere Freunde aus Eilenburg einige Probleme. Ein niedriger Wasserstand, Schilfaufwuchs im Regattabereich brachte einen erhöhten Vorbereitungsaufwand mit sich. DAS WAR SCHON AUFWAND!!! DANKE FÜR DIE LÖSUNG!!
Eine Maschine zum Schilf entfernen wurde eingesetzt.
Die Mannschaft des RC Eilenburg hat tolle Arbeit geleistet, um die Probleme zu lösen. Felix Weiske konnte sich auf Silke Gans und Matthias Groth als unmittelbare Regattaverantwortliche und das Eilenburger Team voll verlassen.
Das Teilnehmerfeld konnte sich sehen lassen. Große Rennen lieferten sich unsere Nachwuchssportler in allen Altersklassen. Vorrangig gingen dieses Jahr zum wiederholten Mal nur Vereinsmannschaften an den Start.
Auch wenn bei den Jüngeren hin und wieder noch einige technische Probleme auftraten, beeindruckte der Einsatz und Kampfeswille. Das Regattawetter lies aber größere Schwierigkeiten nicht zu. Wir werden sicherlich in einigen Jahren den einen oder andern Namen wieder hören. Zum Lernen bot die Meisterschaft eine hervorragende Plattform. Danke auch, dass viele Eltern, Großeltern und Familienangehörige diese Meisterschaft immer wieder begleiten und besuchen.
Die Neuerung der letzten Jahre, wieder Gold- Silber- und Bronzemedaillen zu überreichen, wurde mit kleinen optischen Veränderungen wieder durchgeführt. Unsere Thüringischen Freunde wurden besser berücksichtigt. Eine nicht kleine materielle Investition des LRV im Sinne der Sache. Aber wenn glückliche Augen bei der Überreichung der Medaillen zu sehen sind, ist das immer wieder gerechtfertigt,
Der Höhepunkt der Landesmeisterschaft war wie immer das Achterrennen. Für die Attraktivität einer solcher Veranstaltung eine gute Herangehensweise und schön anzusehen. Es waren wieder mal ein spannende Rennen, bei dem sich Wurzen Frauen und Männer klar durchsetzten. Die Zuschauer waren begeistert und es war eine herrliche Abschiedsvorstellung mit zwei schönen Achterrennen vor prächtiger Kulisse.
Unser Dankeschön geht an die Organisatoren des Eilenburger Ruderclubs, die wieder ganze Arbeit geleistet haben. Ebenso gebührt Dank den Trainern, die die Erfolge der Sportler ermöglichen und den Wettkampfrichtern, die den geordneten und sportlichen Ablauf der Wettkämpfe überwachen.

Bernd Bielig

Eindrücke in Bildern: