Monatsarchiv 30. Mai 2017

EM in Racice 2017

Bronze im Einer für (Annekatrin Thiele SC DHfK Leipzig) bei den Europameisterschaften 2017 in Racice

Eine kleine Gruppe aus Sachsen hatte sich aufgemacht um die Finalläufe zur EM zu verfolgen. Durch die jetzt angeschlossene Autobahn ist es nur noch eine Autostunde von Dresden entfernt. Die Vorbereitungsmannschaft in Racice hat sich alle Mühe gegeben um den Wettkampf für alle Besucher zum Erlebnis zu werden zu lassen. Es war gelungen. Nach vielen Umbauten waren auch für Insider die Umfeldbedingungen kaum wiederzuerkennen. Aber Dank unserer Landestrainerin Regine Rieß, welche den engsten Kontakt zu den Kollegen in Racice hält, wurden wir zielgerichtet geführt.

Bei den Europameisterschaften 2017 im tschechischen Racice nahe Prag gewann die zum Teil neuformierte Mannschaft des Deutschen Ruderverbandes heute bei sommerlichen Temperaturen und wechselhaften Windbedingungen die Goldmedaille im Männer-Achter mit Steuermann und im Frauen-Doppelvierer.

Die Freude war für die sächsischen Besucher groß. Die Bronzemedaille im Frauen-Einer errang Annekatrin Thiele.

Vierte Plätze belegten der Frauen- und der Männer-Doppelzweier. Tim-Ole Naske fuhr im Männer-Einer auf Platz 5, wie auch der Leichtgewichts-Männer-Doppelzweier. Einen sechsten Platz belegte Leonie Pieper im Leichtgewichts-Frauen-Einer. Der DRV-Vorsitzende, Siegfried Kaidel zeigte sich zu diesem Saisonzeitpunkt zufrieden mit dem Ergebnis: „Es ist eine gute Basis für die weitere Entwicklung der Mannschaften, die sich jetzt auch erstmal teilweise weiter finden müssen.“

Einer Frauen – Finale 

Gewohnt übernahmen Annekatrin Thiele zu Beginn des Rennes im Frauen-Einer die Führung mit einer Bootslänge Vorsprung. Dänemark, Weißrussland und Großbritannien kamen im Verlauf des Rennens immer näher, es entwickelt sich ein Vierkampf um die Medaillen, den Annekatrin Thiele mit dem dritten Platz beendete. Annekatrin Thiele: „Für mich ist das schwierig vorne mitzufahren, wenn ich nicht gleich rausgehe. Hinten fehlt mir etwas das Selbstvertrauen. Es ist im Einer immer etwas anders. Ich war gut dabei, es war mein bestes Rennen bei der EM. Mal schauen, ob ich im 1x oder 2x die Saison bestreiten werden. Beides würde ich gerne tun.“

Doppelvierer Männer – Kleines Finale 

Nach 500 Meter war das Feld im Männer-Doppelvierer noch relativ geschlossen. Estland übernahm die Führung mit einer Bootslänge und Deutschland hatte sich dann zur 1000 Metermarke auf Position 2 gerudert. Dahinter lieferten sich Russland und die Ukraine einen Zweikampf um den Drittelplatz, den die Ukraine für sich entschied und Deutschland mit einer Bootlänge Rückstand ins Ziel folgte. Marcus Schwarzrock, Trainer: „Das Renne war ok. Bei den Skullern steht das Boot an dritter Stelle und wurde mit Nachwuchskräften, bis auf Tim Grohmann auf der Schlagposition besetzt, die zum Teil kaum Doppelvierererfahrung haben.

Die EM scheint am Anfang der Saison nicht der WK des Doppelvierers zu sein – erinnern wir uns an letztes Jahr in Brandenburg – und dann kam Rio

  1. Mai 2017 von Oliver Quickert / Bernd Bielig
Eindrücke in Bildern:
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128. Dresdner Ruderregatta 27.05.2017

Heute fand die 128 Dresdner Ruderregatta statt. Der Wettergott meinte es sehr gut mit den Ruderinnen und Ruderern. Die Elbe hatte heute nur einen Wasserstand von 117 cm. Das war wie immer die erste Hürde für alle Beteiligten. Untiefen, Stau und Strudel galt es geschickt auszuweichen. Dass große Schiffe Wasser ziehen mussten leider einige schmerzlich mit Bootschaden bemerken.

Gleichzeitig war bei diesem Wetter der Ausflugsverkehr von „Weißer Flotte“ und zahlreichen Freizeitkapitänen zu berücksichtigen. Dass die Wasserwacht und andere Hilfskräfte manchmal mehr Wellen machen als dienlich ist allgemein bekannt. Ein nicht ungefährlicher Höhepunkt war, als mitten im Renngeschehen 10 Drachenboote ihren Wettkampf durchführten. Es galt also höchsten Anforderungen gerecht zu werden. Alle Teilnehmer stellten sich erfolgreich diesen Besonderheiten des Wettkampftages. Die stolzen Sieger der Regatta haben alles richtig gemacht. Wenn es dann später einmal  auf „klinisch saubere Wettkämpfe“ mit Startbrücke und Albaner System geht, werden die Erfahrungen in Dresden auf der Elbe nützlich sein.

Ein großes Dankeschön gilt wie immer allen Organisatoren in den Vereinen, den Wettkampfrichtern und zahlreichen Helfern, ohne die eine solche Regatta  nicht denkbar wäre. Großen Dank dem SERV, unter dessen Federführung diese traditionsreiche Regatta, die eine der letzten Stromregatten in Deutschland ist, immer wieder mit großer Präzision vorbereitet und durchgeführt wird. Bei aller Ernsthaftigkeit und Regel Einhaltung ist auch hier ein entspanntes und respektierendes Umgehen miteinander immer wieder der beste Ratgeber.

Danke an die Ruderkameradinnen bei der USV TU Dresden und dem Dresdner Ruderverein für die Versorgung mit Speisen und Getränken.

Wir freuen uns auf kommende Wettkampfsaison und die nächste Elberegatta und wünschen allen Ruderinnen und Ruderern dabei viel Erfolg. 

Bernd Bielig

Hier die Ergebnisse:

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Eindrücke in Bildern:

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Fotos: Ute Günther

Internationale Juniorenregatta München 5.-7.5.2017

Das erste internationale Kräftemessen der Junioren im  neuen Wettkampfjahr fand traditionell  am ersten Maiwochenende in München statt.  Wiederum ein  Rekordmeldeergebnis mit 16 Nationen aus 4 Kontinenten,  2509 Rollsitzen in 76 Rennen stellte hohe Anforderungen an alle Beteiligten.

Vor allem für unsere zum DRV Test erfolgreichen  A-Juniorinn ging es nun um den Leistungsvergleich mit der internationalen Konkurrenz.  Sophie Leupold(Pirnaer RV) hinterließ  sowohl im Vorlauf wie auch im Finale einen  souveränen Eindruck.  In beeindruckender  Manier fuhr sie ihrer Konkurrenz voraus und unterstreicht damit ihre Ambition in Richtung JWM in diesem Jahr.

Ebenso positiv  hat sich die neu zusammengesetzte Kombination mit Katja Fuhrmann(Laubegaster RV) und Marie-Sophie Zeidler mit eindeutigen Siegen im Vorlauf und Finale präsentiert.

Auch Franz Werner (Pirnaer RV) mit seinem Doppelzweierpartner Tassilo von Müller konnten sich  mit ihrem Sieg im B-Finale und damit als zweitbestes deutsches Boot die Qualifikation für die JEM  im Doppelvierer errudern.

Diese Siege im Einer und Zweier-ohne bedeuten für Sophie, Katja und Franz gleichzeitig  die Teilnahme zur Junioren-Europameisterschaft in zwei Wochen in Krefeld.

Knapp verpasst  haben Paul Dohrmann (Wurzener RV) und Nick Theibig ( SC DHfK) in Renngemeinschaft mit  Hamburg die Quali für die JEM. Obwohl auch hier drittes deutsches Boot  waren bei diesen Windverhältnissen doch die Jungs im Vierer mit prozentual besser dabei und werden zur EM im Achter eingesetzt.

Unsere  B-Junioren konnten sich ebenfalls unter zum Teil recht widrigen Wetter- und Wasserbedingungen schon recht gut in der erst jungen Wettkampfsaison in Szene setzen. Vor allem Johanna Sinkewitz (Pirnaer RV) konnte mit sehr kämpferischen Einsatz am Samstag und am Sonntag klare Siege im Einer – es waren 30 Boote am Start – erringen. Und gemeinsam mit ihrer Vereinspartnerin Nora Hohlfeld konnten sie  auch im Doppelzweier an beiden Tagen unangefochtene Siege einfahren.

Abgerundet wurde das recht positive Abschneiden unseres sächsischen Nachwuchses mit dem dritten Sieg von Sophie Leupold – diesmal im Doppelvierer.

Auf alle Fälle gilt der Spruch: „nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf“ und jeder sollte die gewonnenen Erfahrungen im nächsten Training nutzen, die Schwachpunkte verbessern und die Stärken weiter ausbauen.

Für Alle viel Erfolg in der nun folgenden Trainingsphase zur Vorbereitung auf die nächsten Aufgaben.

Unseren Startern zur JEM viel Erfolg zu diesem nächsten großen  Höhepunkt!

Regine Rieß

Hier die Ergebnisse:

Ergebnisse München 17

Zwei Bilder:

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