Monatsarchiv 27. Oktober 2013

39. Elbepokal und Offener sächsischer Hochschulpokal 25./26.10.13

Der 39. Elbepokal in Dresden ist Geschichte.

„Wir sollten uns immer wieder das Motiv des Elbepokals in Erinnerung rufen. Es ist der beste Saisonabschluss den es geben kann. Der Ruderer geht unter teilweise schwierigen Bedingungen in den aktiven „Winterschlaf“ hat Motivation, Standortbestimmung und reichlich Diskussionsstoff um die kalte, aber so wichtige Jahreszeit erfolgreich zu überstehen.“

So haben wir in unserem Bericht 2012 geschrieben.

Und gleichzeitig hat der Präsident des Landesruderverbandes Sachsen Herr Tobias Roßberg zur Siegerehrung 2012 besseres Wetter für nächstes Jahr versprochen.

Und so traf es ein: herrliches Ruderwetter mit 20 Grad Wärme und Sonnenschein. Da sieht man wieder mal, was Präsidenten für Beziehungen und Netzwerke haben, es reicht bis in den Himmel.

Nach den Unbilden des Hochwassers im Juni, mit dem Ausfall von drei Regatten hat uns der Rudergott bei Rudern gegen Krebs, den Landesjugendspielen und jetzt dem Elbepokal mit bestem Wetter entschädigt.

Wie jedes Jahr prägten auch dieses mal große Emotionen die Vorbereitung und Durchführung des Wettkampfes.

Manchmal liegen nach der Meldeeröffnung im Vorbereitungsteam die Nerven blank und man setzt sich immer wieder mit den verschiedensten Dingen auseinander, die bereits Routine sein sollten, aber immer wieder für Überraschungen sorgen. Besonders würden wir uns freuen, wenn irgendwann einmal alle sächsischen Vereine diesen Wettkampf im „eigenen Stadion“ nutzen. Aktuell ist es leider noch nicht so.

Am Wettkampftag dann läuft es sehr gut ab und vieles ist schon vergessen. Das gilt es immer wieder zu würdigen.

Wie groß sind dann erst die Aufregung und Emotion, wenn der Wettkampf für die Sportler beginnt. Ich kann mich da gut an meine eigene aktive Zeit erinnern. Die Wettkampfdistanz will gemeistert werden und wer es nicht miterlebt hat, unterschätzt oft den Wettkampf auf unserem Strom. Auf der Elbe geht es dabei nicht um filigranes rudern da geht es um hellwaches Agieren mit vielen Faktoren.

Das ging in diesem Jahr schon los beim finden des Startortes. Da finden sich Mannschaften des gleichen Rennens an unterschiedlichen Startorten wieder (5 bzw. 10 km). Welche Aufregung… !

Auch wenn das Wetter sehr schön ist, erwarten die Ruderinnen und Ruderer während des Wettkampfes immer wieder die „elbetypischen“ Gegebenheiten. Die Elbe verläuft nicht schnurgerade, man hat Strömung, Wind, Wellen, Untiefen und die Elbeschifffahrt. Dazu kommen die roten und grünen Bojen, die eine nahezu magische Anziehungskraft auf jedes Ruderboot ausüben. Dies alles bedeutet gerade bei einer Langstreckenregatta eine echte Herausforderung für die Steuerleistung im Boot und nicht immer geht dies in der Hitze des Gefechtes glimpflich aus.

Es ist eine Herausforderung einen „entspannten“ Wettkampf zu rudern, wenn man auf so viele Dinge achten muss.

Aber wir wissen „DAS IST ELBEPOKAL“ und Elberudern macht hart und schnell.

Nur wer alles beherrscht und dazu noch technisch und konditionell auf der Höhe ist kann gewinnen. Was für Emotionen liegen in diesem Kampf.

Wir sind froh, dass bei den engen Bojen Berührungen einiger Boote niemand zu Schaden gekommen ist und wir sind sicher dass unsere Sportler daraus viel gelernt  haben.

Wenn wir dann bei der Siegerehrung in die frohen und entspannten Gesichter sehen können, die Freude mitfühlen und Frohsinn mitgenießen, sind alle Mühen vergessen und alle sind sich einig: Im nächsten Jahr wieder!!

An dieser Stelle geht wieder ein herzliches Dankeschön an die Kampfrichter, Motorbootfahrer und Sicherungskräfte in den Motorbooten.

EINE TOLLE LEISTUNG FÜR DEN RUDERSPORT IN SACHSEN !

Auf dem Weg durch die Vereine ist auch immer wieder die aufopferungsvolle Arbeit zur Versorgung der Sportler, Gäste und Betreuer zu betrachten. Mit wie viel Liebe werden da sehr leckere Brötchen und andere Ruderköstlichkeiten bereitgestellt. HERZLICHEN DANK.

Den Offenen sächsischer Hochschulpokal gewann in beiden Achtern die TU Dresden.

Der Elbepokal ging im Doppelvierer der Frauen an Lodny Sporty Brno mit den Sportlerinnen Mariana Karova, Radka Novotnikova, Tamara Konopova und Michaela Jurcova.

Der Elbepokal ging im Doppelvierer der Männer an die Renngemeinschaft Dresdner RC / Pirnaer RV / Laubegaster RV mit den Sportlern Tom Hofmann, Maximilian Wittig, Louis Landgraf und Gustaf Beier.

Auf diesem Wege nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Sportlerinnen und Sportler welche unseren Elbepokal mit ihren Leistungen mit sportliche Emotionen versehen und unseren Sport interessant machen.

Noch ein Wort in eigener Sache.

Wir begehen nächstes Jahr zwei Jubiläen. 125 Jahre Dresdner Ruderregatta und den 40. Elbepokal. Wir planen zum Elbepokal am 25.10. 2014 einen großen Ruderball, zu den wir jetzt schon alle herzlich einladen möchten.   .

Bernd Bielig

Hier ist das vorläufige Endergebnis:

vorlaeufiges_Endergebnis_Elbepokal_2013

Und hier Eindrücke in Bildern:

Fotos: Bernd Bielig

Ehrung Juniorsportler des Jahres 2013 durch die Stiftung Deutsche Sporthilfe

Am 11. und 12. Oktober fand in Gelsenkirchen die alljährliche Ehrung zum Juniorsportler des Jahres 2013 statt. Ich hatte die Gelegenheit, gemeinsam mit meiner Frau Brigitte Bielig, diese Veranstaltung besuchen zu können.

Nachdem wir mit einigen Stauwirren am Nachmittag in Essen angekommen waren, stand ein VIP Shuttle vom Hotel bis zur Musikhalle in Gelsenkirchen zur Verfügung. Dort erwartete uns ein herzlicher Empfang mit Sekt und kleinen Snacks. Es ging also sehr gut los, denn wir waren voller Erwartung zur Veranstaltung gereist. Pünktlich 19:30 hieß es dann im Theater Platz nehmen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Steffen Simon ARD und Britta Heidemann, der erfolgreichen Fechterin.
Nach einigen Ansprachen vom Vorsitzenden der Deutschen Sporthilfe Dr. Michael Ilgner und Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Deutschen Sporthilfe Werner E. Klatten kam es dann zur Ehrung.
Nach wohltuend kurzer, aber aussagereicher Laudation, konnten wir es kaum fassen – unser Kai Fuhrmann wurde mit seinem Partner Ole Daberkow aus Rostock zur Mannschaft des Jahres 2013 gekürt. Damit wurde vor allen Dingen der Juniorenweltmeistertitel 2012 im Doppelzweier geehrt.
Einen herzlichen Glückwunsch für diese höchste Auszeichnung im Nachwuchssport Deutschlands.

Hier gilt natürlich auch Danke zu sagen seinen Eltern, seinen ersten Trainerinnen im Laubegaster Ruderverein, Andrea und Sabine Haaser und unserer Landestrainerin Regine Rieß.
Erwähnen müssen wir fairerweise, dass die Bobpiloten Francesco Friedrich und Gino Gerhardi, punktegleich mit auf dem ersten Rang lagen. Durch ihre Abwesenheit ging das aber ein bisschen unter. Sie befinden sich in der Vorbereitung in Richtung Olympische Winter Spiele 2014.

Bei der Ehrung der Einzelsportler dachten wir natürlich, dass der Ruderbonus damit aufgebraucht ist. Die Wahl unterscheidet nicht nach Mädchen und Jungen, sondern ist eine gemeinsame Wahl. Aber auch dort hatten wir, und damit der Deutsche Ruderverband, riesigen Grund zur Freude.
Anne Beenken aus Saarbrücken belegte einen zweiten Platz hinter der Biathletin Laura Dahlmeier.
Besser konnte es nicht laufen.
Sympathisch präsentierten sich unsere Sportler auch bei Fragen der Moderatoren.
Auf die Frage an Anne, soeben Abitur mit 1,0 beendet, nach einem Sponsor meinte sie nur, sie habe noch keinen, aber es ist einer in Aussicht und sie hoffe das „Landliebe“ einsteige. Wie sollte da noch jemand „Nein“ sagen können und ein Schmunzeln war im Saal zu vernehmen.
Eine schöne Geste der Deutschen Sporthilfe war die Verabschiedung verdienstvoller Sportler. Von Seiten der Ruderer waren das Karsten Brodowski und Filip Adamski. Sie erhielten einen Staffelstab, symbolisch als Weitergabe an die jungen Sportler.

Mit weiteren stimmungsvollen Darbietungen endete die Ehrung nach zwei unterhaltsamen Stunden und wir gingen zum zweiten Teil über. Bei guten Speisen und Getränken ergaben sich zahlreiche Gespräche mit ehemaligen Sportlern die ebenfalls von der Deutschen Sporthilfe eingeladen waren .Rudern war gut vertreten und so manche Sportprominenz war anwesend und es gab viel Diskussionsstoff.
Ein sehr gelungener Abend, verbunden mit einem herzlichen Dankeschön an die Gastgeber und Organisatoren.

Am Samstag waren wir dann gegen Mittag zum Empfang der Landesregierung Nordrein-Westfalen in den Maschinenhalle des Stadtbauraums, dem ehemaligen Schacht der Zeche Consolidation eingeladen.
Es lief wieder sehr locker und kurzweilig ab. Begrüßt wurden wir mit dem Gesang des Bergknappen Chores des Bergwerk Consolidation. Reife Herren erfreuten uns mit kräftigem Gesang.

Nach kurzen wohltuenden Ansprachen der Ministerin für Sport Uta Schäfer und weiteren Persönlichkeiten erfolgten die Dankesworte der Sportler. Kai und Ole waren die Ausgewählten und beide haben das hervorragend gelöst.

Für mich persönlich überraschend, aber sehr gut gewählt waren die Worte der Ministerin. Es ging mal nicht um Doping und „Dabei sein ist Alles“, sondern es ging um Duale Karriere, Sportschulen, Leistungsbereitschaft, Medaillen und Leben nach dem Sport.

Hier kam mir wieder die Aussage von Filip Adamski ( Achterolympiasieger ) in den Sinn, der bei der Frage in der Kuratoriumssitzung, …“ob er alles in seiner sportlichen Laufbahn so wieder machen würde, überraschend für alle Anwesenden mit „NEIN“ antwortete….“ Er habe zwar Glück gehabt und wurde Olympiasieger, aber es hätte auch anders ausgehen können. Der Preis ist sehr hoch, den man zahlen muss als Leistungssportler …“

Nach einem Fingerfood Buffet wurde die Veranstaltung beendet und wir konnten sehr viele angenehme Eindrücke mit nach Hause nehmen.
Nochmals herzlichen Dank.

Text und Fotos: Bernd Bielig