Monatsarchiv 20. März 2020

Statement des Präsidenten

Tobias Roßberg - Präseident des LRV Sachsen

Liebe Ruderkameradinnen und Ruderkameraden, Werte Vereinsmitglieder,

wenngleich wir im Rudersport viel Herzblut, Zeit und Engagement investieren, wird er doch aufgrund der aktuellen Entwicklung in der Corona-Krise zu einer Nebensache. Wir hoffen, dass Maßnahmen, wie die Schließung aller privaten und öffentlichen Sportstätten, das Verbot von Zusammenkünften in den Vereinen und die damit verbundene Einstellung des Vereinssportbetriebes als Baustein zur Bewältigung dieser existentiellen Krise beitragen.

Dennoch ist festzuhalten, dass für viele Vereine neben der sportlichen auch eine finanzielle Unsicherheit besteht. So sind Bootshaus-Gastronomien geschlossen, die Unterstützung durch Sponsoren und Unterstützer steht bei der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Entwicklung in Frage. Vorstände müssen ohne Legitimation einer Mitgliederversammlung teilweise einschneidende Maßnahmen beschließen. Doch so schmerzhaft diese Entscheidungen und Rahmenbedingungen sind – sie sind unabwendbar. Es ist erforderlich, dass die Rudergemeinschaft virtuell zusammenrückt und gemeinsam die Herausforderungen annimmt.

Bisher kann niemand genau sagen, wie es in den kommenden Wochen und Monaten weitergeht. Wir hoffen, hier schnell Klarheit über den weiteren Weg bekommen zu können.

Ich bitte euch, in dieser schwierigen Zeit zusammenzustehen. Wir alle sitzen im selben Boot – aber gemeinsam können wir diese Ausnahmesituation bewältigen und wieder ans sichere Ufer gelangen. Positive Beispiele in den Rudervereinen sind Initiativen, in denen jüngere Vereinsmitglieder die Einkäufe für ältere übernehmen. Bleibt euch und auch uns stets treu, übernehmt Verantwortung und lasst uns als Einheit in die Zukunft blicken.

Ich hoffe, dass wir bald zur Normalität zurückfinden können. Wir – der Vorstand und die Geschäftsstelle – stehen im ständigen Austausch mit den nationalen Institutionen wie z. B. dem LSB und dem DRV und nutzen unserer Verbandswebsite www.sachsen-rudern.de, um auf die sportrelevanten Informationsquellen bzgl. der Corona Krise zu verweisen:

Corona FAQ des Landessportbund Sachsen

Corona Informationsseite des DRV

Bei Rückfragen oder unklaren Situationen wendet ihr euch bitte wie gewohnt an Bernd Bielig, an mich oder den Vorstand.

Wir wünschen euch, den Sportlern und allen Angehörigen einen gesunden Verlauf der nächsten Wochen. Auf dass wir möglichst bald wieder dem nachkommen können, was wir am liebsten tun – gemeinsam zu rudern.

Euer

Tobias Roßberg

Präsident des Landesruderverbandes Sachsen e.V.



Einstellung des Sportbetriebs



Landessportbund Sachsen ruft zu Solidarität im Rahmen der Corona-Pandemie auf

Bedingt durch die aktuellen Verfügungen der Bundesregierung und des Freistaats Sachsen müssen alle Vereine vorerst ihren Sportbetrieb einstellen. Der Landessportbund ruft in diesem Kontext zu Solidarität in der sächsischen Sportfamilie auf und sucht das Gespräch mit der Politik, um Vereinen unbürokratisch Hilfe anbieten zu können.

In knapp 4.500 Vereinen im Freistaat wird aktuell nicht mehr geturnt, geklettert oder gekickt. Über 675.000 sportbegeisterte Vereinsmitglieder müssen auf Bewegung, soziale Kontakte und liebgewonnene Routinen verzichten. Der Landessportbund Sachsen bittet alle Beteiligten, in der aktuellen Situation zusammenzuhalten und Solidarität zu zeigen. Sowohl bei der Reduktion von persönlichen Aktivitäten und physischen Kontakten, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, als auch mit Sportvereinen und -verbänden, die jetzt vor großen Herausforderungen stehen. 

LSB-Präsident Ulrich Franzen erklärt dazu: „Fast jeder sechste Mensch in Sachsen ist Mitglied in einem Sportverein. Und die sind mehr als ein geselliger Treffpunkt oder ein Ort für sportlichen Ausgleich, sondern sorgen auch für gesellschaftlichen Zusammenhalt in ihren Kommunen. Viele Vereine werden jedoch durch die aktuelle Situation in den nächsten Wochen und Monaten unverschuldet mit Problemen konfrontiert: Obwohl der Sportbetrieb eingestellt ist und Einnahmen aus Eintrittsgeldern oder Teilnahmegebühren für Kurssysteme fehlt, müssen sie weiter für Miete oder Unterhalt ihrer Sportstätten aufkommen. Sie sind Arbeitgeber oder Einsatzstellen für Freiwillige und haben zudem momentan eventuell zusätzliche Ausgaben durch die Stornierungsgebühren für abgesagte Trainingslager oder Ferienmaßnahmen.“

Franzen appelliert deswegen an die sächsische Bevölkerung: „Wenn Sie es sich leisten können, weiterhin Mitglied in einem Verein zu sein oder sogar zu werden, dann unterstützen Sie bitte gerade jetzt den organisierten Sport! Die vielen Ehrenamtlichen in sächsischen Vereinen leisten Außergewöhnliches – ohne sie wäre unsere Sportlandschaft nicht so groß und vielfältig, wie sie heute ist. Bitte danken Sie es Ihnen, indem Sie auch in schwierigen Zeiten Solidarität zeigen. Verzichten Sie auf eventuelle anteilige Rückforderungen von Vereinsbeiträgen oder auch die Kündigung von Mitgliedschaften. Angesichts des enormen Engagements, das in jedem einzelnen Verein steckt, wäre das ein falsches Signal.“

Der Landessportbund Sachsen sucht bereits das Gespräch mit dem sächsischen Innenministerium bezüglich unbürokratischer Hilfen für Vereine, denen durch die Corona-Krise finanzielle Herausforderungen entstanden sind. Auch an flexiblen Lösungen für notwendige Bildungsangebote und Lizenzverlängerungen wird aktuell gearbeitet.

LSB-Präsident Ulrich Franze

Quelle: Medieninformation LSB Sachsen – 18.03.2020 

Korona-Krise



Landessportbund Sachsen empfiehlt Einstellung des Sportbetriebs

Hinweise für Vereine und Verbände in Zeiten der Corona-Pandemie

Die zunehmende Häufung der Corona-Erkrankungen hat auch Auswirkungen auf den Sport im Freistaat. Um eine weitere und großflächige Ausbreitung des neuartigen Virus zu verhindern, empfiehlt der LSB, den organisierten Trainings- und Wettkampfbetrieb in sächsischen Vereinen und Verbänden vorerst und auf unbestimmte Zeit auszusetzen.

Der Präsident des Landessportbundes Sachsen, Ulrich Franzen, appelliert an alle Mitglieder des Dachverbandes: „Der organisierte Sport im Freistaat steht als größte Bürgerorganisation des Landes nicht nur für Gesundheit, Fitness und Leistung, sondern auch für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Verantwortung. Dieser Verantwortung wollen wir gerecht werden, indem wir uns einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus entschieden entgegenstellen. Das geht in der aktuellen Situation am besten durch eine deutliche Einschränkung privater Aktivitäten und physischer sozialer Kontakte.“

Die Einschränkungen betreffen demnach sowohl den Spiel- und Trainings- als auch den Wettkampfbetrieb der sächsischen Vereine und Verbände. Der LSB schließt sich damit den Empfehlungen der Bundesregierung und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) an. Auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann bittet alle Teilnehmenden und Engagierten im organisierten Sport: „Seid vernünftig, verzichtet auf das, was euch allen lieb geworden ist – auf das sportliche und soziale Miteinander im Verein zunächst für einige Wochen, so schwer das auch fällt. In dieser besonderen Situation ist Verantwortung und Vernunft angesagt. Als größte Personengruppe Deutschlands müssen wir unsere Werte wie Solidarität und Teamgeist einmal mehr unter Beweis stellen und damit einen wirkungsvollen Beitrag zum Meistern dieser gesellschaftlichen Krise leisten.“

Veranstaltungen des Landessportbundes Sachen wie der Sportjugendtag sowie der für Anfang April geplante Hauptausschuss wurden bereits abgesagt. Auch Bildungslehrgänge und Gremiensitzungen werden vorerst nicht stattfinden. Der LSB empfiehlt zudem, Trainingslager sowie die im Juni stattfindenden Kreis-Kinder- und Jugendspiele ebenfalls abzusagen. Flexible Lösungen in Sachen Sportförderung werden aktuell erarbeitet, sodass Vereinen und Verbänden durch die verantwortungsvolle Einschränkung ihrer Aktivitäten keine Nachteile entstehen. Der DOSB wirbt aktuell außerdem bereits in Richtung der Politik für eine unbürokratische finanzielle Unterstützung des organisierten Sports im Kontext des Coronavirus.

Weitere Informationen rund um die Pandemie sowie Hinweise für Sportvereine und -verbände hat der LSB in diesem Artikel zusammengestellt.

Quelle: Pressemitteilung des Landessportbund Sachsen – 16.03.2020

6. Mitteldeutsche Ergomeisterschaft / 7. TK Hochschul-Cup

















Bis der Mann mit dem Hammer kommt…

Auch in diesem Jahr wurden wieder die Ergometerketten bei der nunmehr 6. Mitteldeutschen Ergometermeisterschaft zum Glühen gebracht. Am 29. Februar pilgerten rund 300 Ruderinnen und Ruderer, deren Trainer, Eltern und Schlachtenbummler in die Ernst-Grube-Halle in Leipzig. In insgesamt 32 Rennen wurden sowohl neue Mitteldeutsche Meister gekürt, als auch die deutschen Hochschulmeister im Ergometer-Rudern ermittelt. Zudem wurde zum siebten Mal der TK Hochschul-Cup für die beste Mix-Vierer-Staffel vergeben.

Aus sportlicher Sicht gab es einige bemerkenswerte persönliche Bestzeiten. So pulverisierten beispielsweise Layla-Natalie Eckert (SC DHfK Leipzig) und Jamie Herold (Pirnaer Ruderverein) ihre Vorjahreszeiten um jeweils 17 Sekunden. Gleich dreimal wurde die Norm für die Juniorenweltmeisterschaft unterboten:

  • Hannah Grimm (ARV Leipzig) Siegerin JF A mit 7:13,4 min
  • Johann Svoboda (Dresdner Ruderverein) Sieger JM A mit 6:14,3 min
  • Tobias Schneider (Meißner Ruderclub Neptun) Zweiter JM A mit 6:14,6 min

Ein besonderes Highlight waren auch in diesem Jahr wieder die Achter Sprints. Im Mix Achter der Deutschen Hochschulmeisterschaft hatten 5 Teams gemeldet. Der Sieg ging nach Mainz, Platz 2 an die TU Dresden und Platz 3 sicherten sich zeitgleich die Uni Leipzig und die Uni Kassel. Da wurde es ganz schön kuschelig auf dem Siegertreppchen.

Ein Frauenachter ist dieses Jahr leider nicht zustande gekommen und auch bei den Männern haben Wurzen und Pirna dieses Jahr leider nicht gemeldet. Umso erfreulicher, dass der Torgauer Ruderverein in Kooperation mit ein paar Leipzigern dem DER Achter Dresden Paroli geboten hat. Dazu kam noch eine Renngemeinschaft aus Mainz mit Verstärkung aus Pirna und Kiel, die vor Ort spontan nachgemeldet hatten. So wurde es zum Schluss in der Halle noch einmal richtig laut. Der Sieg ging in 57,9 sec nach Mainz, der DER Achter Dresden kommt mit 58,2 sec auf Platz 2 und Torgau komplettiert das Treppchen mit 1:01,1 sec.

Alle Ergebnisse könnt ihr hier im Detail nachlesen.

Herzlichen Glückwunsch an alle Sportlerinnen und Sportler. Wir wünschen euch schon jetzt ganz viel Erfolg für die Saison 2020.

Wir bedanken uns recht herzlich beim Team des Hauptorganisators SC DHfK Leipzig Abteilung Rudern rund um Bernd Schmid und Thomas Wetzelt-Greulich. Wieder einmal war es eine tolle Veranstaltung mit spannenden Rennen und vielen Bestleistungen. Auch einen großen Dank an die Techniker Krankenkasse als Gesundheitspartner der Meisterschaft, die auch dieses Jahr wieder ein spannendes Rahmenprogramm geboten haben. Last but not least, danke an Boris Orlowski und sein Team von boat-events für die unterhaltsame Moderation und reibungslose technische Unterstützung der Veranstaltung.

Randnotizen:

Benjamin Reuter (SG TSV Kronshagen/Kieler TB) startete insgesamt in 4 Rennen und holte mit seiner sehr eigenwilligen „Technik“ insgesamt 3 Titel (SM 1x A, MM 1x A, SM 8x A) und einen Vizetitel (ADH SM 1x A). Respekt vor so viel schierer Kraft und Ausdauer.

Auch Elisabeth Lowke (DRC) startete in 4 Rennen der Deutschen Hochschulmeisterschaft und holte zwei Titel und zwei Vizetitel für die TU Dresden.

Isabell Heine (DRV) gewinnt sowohl die Junioren B Mix Staffel, als auch die Junioren A Mix Staffel mit ihrem Team. Im Einzelrennen JF 1x B holte sie Bronze.

Auch wenn Boris Orlowski in der Moderation öfter davor gewarnt hat, konnte man immer wieder die „Fly and Die Taktik“ auf dem Ergometer beobachten: Aimee Schellenberg (USV TU Dresden) startete bei den Juniorinnen B Leichtgewichten mit einer 1:57 min und trudelt mit 2:10 min trotzdem noch als erste ins Ziel. Auch Carlotta Rommel (Mündener Ruderverein) erwischte der Mann mit dem Hammer. Im Frauen Einer A startete sie mit 1:49,7 min und fuhr auf den letzten 500m eine 2:03,1 min. Die Siegerin Violetta Müller (Uni Kassel) war auf den letzten 500m 13 Sekunden schneller. Wir hoffen, dass sich alle gut von den Strapazen erholt haben und sich beim nächsten Mal vielleicht ein bisschen von Hannah Grimm abschauen.

Die Juniorin aus Leipzig fuhr wie ein Schweizer Uhrwerk – 1:48,2 / 1:48,4 / 1:48,4 / 1:48,4 ….

Bildquelle: LRVS/Haubner