Monatsarchiv 12. Juli 2016

Europameisterschaft Junioren Trakai

Tag 1

Trainer!: “ ich glaub ich  werde krank“

So die erste Äusserung  von Katja Fuhrmann nach dem Vorlauf im Juniorinnen 2- bei den Europameisterschaften der Junioren 2016 in Trakai.

Bis zur 1000m Marke lief alles im „normalen“ Bereich, 2. Platz, 0,2sekunden hinter Dänemark.

Der Trainer steht weit ab am Ufer und schaut auf die Anzeigetafel, jawohl alles ok, jetzt fahren wir weg! So war der Plan, aber es kam halt mal wieder anders, bei der nächsten Zwischenzeit waren die Däninnen 4 s weg und unser Zweier fuhr nur noch mit SF 29, OK das Rennen war gelaufen, keine Chance mehr auf die direkte Qualifikation für das A Finale. Die Mädels fahren sich nach dem Rennen aus, wie vorher besprochen, der Trainer seht am Land und wartet und wartet und wartet.

Als sie dann endlich anlegen und aussteigen kommt der oben genannte Ausspruch! Dutzende Szenarien laufen in sekundenschnelle durch den Trainerkopf. Was tun? Erst mal Ruhe und Sicherheit ausstrahlen, alles kein Problem, kriegen wir in den Griff, macht euch keine Sorgen! Boot wegpacken, ab in den Bus, Ruhe, Ruhe, was essen und dann fahren wir zum Regattaarzt. So gesagt, so getan.

Der Regattaarzt hat seine Untersuchung durchgeführt und Katja für renntauglich eingestuft.

Also Hoffnungslauf am frühen Nachmittag, die Gegner analysieren und eine kräfteschonende Taktik entwickeln und dann auch möglichst umsetzen.

Das haben die beiden Katjas auch zu 100% umgesetzt und mit einem deutlichen Sieg den Einzug in das morgige Finale geschafft.

Etwas nervenschonender ging es im Vorlauf des JF 2x zu, wo unsere Sophie Leupold mit ihrer Düsseldorfer Partnerin Leonie Menzel vom Start an das Rennen dominierte und mit dem Sieg in das morgige Semifinale einzieht.

Morgen dann das Halbfinale im JF 2x am Vormittag und am Nachmittag die Finals im JF2- und im JF 2x.

Tag 2

Der Tag beginnt mit dem Halbfinale des JF2x. Marschrichtung: sicher, aber kräfteschonend ins Finale, also unter die ersten 3. Diese Aufgabe haben Sophie und Leonie sehr gut gelöst und mit dem 3. Platz das Final-Ticket gebucht.

Da erste A Finale des Tages dann mit Katja & Katja im 2-. Die Mädels sind gut drauf, kämpferisch eingestellt und wollen unbedingt eine Medaille!

So gehen sie auch das Rennen an, 500m Führung für Deutschland, dicht dabei Frankreich, Dänemark und die Italienerinnen. Das selbe Bild bei der 1000m Marke, nach 1500m 4 Boote gleich auf, dem grandiosen Endspurt der Italienerinnen haben unsere Mädels bis 250m standgehalten, müssen sie aber dann doch vorbeiziehen lassen, kämpfen nun mit Frankreich und Dänemark um eine Medaille.

Die Zielglocke bestätigt dann, unsere Mädels haben bei ihrem ersten Start auf einer internationalen Meisterschaft die Bronze-Medaille gewonnen. Toll !

Ein fast identischer Rennverlauf dann im JF 2x, Deutschland gegen Dänemark, Griechenland und Rumänien, 2000m Kopf an Kopf oder besser Bugball an Bugball und auf der Ziellinie Dänemark vor Griechenland und Deutschland, alles innerhalb einer Sekunde. Auch für Sophie Leupold, Bronzemedaille gewonnen! Toll!

Nun geht es für 10 Tage nach Hause, etwas Ruhe finden, entspannen und dann fängt die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften an.

„Auf die WM haben wir jetzt richtig „Bock“ wir werden hart arbeiten und dann aber……..“ so Katja Rübling beim Boot abbauen.

Text: Rüdiger Hauffe

 Zweierohne unspecified

Fotos: Deutscher Ruderverband/Seyb.

 

48. Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen

Der 48. Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen im Rudern in Salzgitter ist Geschichte. Das Ergebnis des Teams Sachsen kann sich sehen lassen. Ziel war in der Gesamtwertung auf Platz vier bis sechs zu landen und die Mannschaft aus 86 Ruderinnen und Ruderern schaffte es prompt und bewies Leistungsstärke, so dass am Ende ein klarer 4. Platz da stand. Solch ein Resultat wurde zuletzt 2011 in München mit ähnlicher Mannschaftsstärke erreicht und davor 2003 in Berlin. Also ein klarer Aufwärtstrend und Bestätigung der gelungenen Entwicklung unserer Nachwuchsathleten sowie der überzeugenden und engagierten Arbeit der Übungsleiter und Trainer in den Vereinen.

Spannende und fordernde Tage waren es auch in diesem Jahr in Salzgitter. Insgesamt drei Wettbewerbe waren an drei Tagen zu bestreiten: Langstrecke über 3000m, allgemeiner Sportwettkampf in acht Übungen und die Rennen über die Normalstrecke von 1000m.

Das Team Sachsen setzte sich aus 31 Mannschaften im Einer, Zweier oder Doppelvierer mit Steuerperson zusammen und wurde von neun Vereinen gestellt. Richtig geklotzt wurde bereits am ersten Tag bei der Langstrecke. Bei angenehmen Witterungsbedingungen und guter Organisation an und auf der Regattastrecke gab es am Ende vier Abteilungssieger (Jung 1x 13 LG Bernhard   Lindner, ARVL; Mäd 2x 12/13 LG Annika und Daniela Drechsler, DRC; Mix 4x+ 12/13 Niclas Mosig, Tim Spindler, Julia Stadnicki, Celina Mitzschke, Stf. Carolin Fahner, PRV; Mäd 2x 13/14 Nathalie Ebert, Hannah Grimm, ARVL), die oben auf dem Treppchen standen. Im Vergleich der Einzelzeiten gesellten sich noch weitere sieben Boote dazu, die aufgrund ihres hervorragenden Resultates in der Langstrecke einen Platz im A-Lauf der Bundesregatta errudert haben (Jung 1x 13 Johann Svoboda, DRV; Jung 2x 12/13 LG Aaron Dries, Tom Salz, PRV; Mäd 4x+ 12/13 Cate-Lynn Rochow, Annika Hentzschel, Sara Krause, Isabell Heine, Stf. Sophie Achilles, DRV; Mäd 1x 14 Annika Negro, TRV; Jung 2x 13/14 Marten Favresse, Nils Seifert, PRV; Mäd 4x+ 13/14 Selina Kneiss, Magdalena Gehlauf, Anna Sophie Rawitzer, Mareen Tetzner, Stm. Leon Angermann, DHFK; Mix 4x+ 13/14 Jonas Fehrmann, Benjamin Mildner, Elisa Jäger, Amal El Hendi, Stm. Matthias Horn, DRC). Die Pokalwertung für diesen Tag ergab einen vierten Platz.

Der Samstag, Tag des allgemeinen Sportwettkampfes war verregnet. Während des gesamten  Wettbewerbes war keine Besserung zu erkennen, was allerdings der sportlichen Motivation kaum Abbruch tat. Die acht Stationen, die zuvor daheim beim gemeinsamen Vorbereitungstag bereits getestet wurden, forderten unterschiedliches Können vor allem Koordination und Kondition, aber auch an einigen Stellen etwas Nachdenken bei der Lösung. Sich über zwei Stunden im Regen wacker zu schlagen, fordert einiges. Das Ergebnis der einzelnen sächsischen Riegen: ein erster Platz, zwei zweite Plätze, ein dritter Platz, drei vierte Plätze und zwei sechste Plätze. Die Pokalwertung dazu ergab Platz sechs. Hier haben wir also noch Reserven. Aber in der Gesamtwertung blieb der vierte Platz.

Etwas Seitenwind aber kein Niederschlag, sondern immer wieder Sonnenschein umrahmte dann die Bundesregatta am Sonntag. Wie am Schnürchen gingen die Rennen über die Strecke. Und was aufgeboten wurde, war sehenswert und von Kampfgeist geprägt, teils dicht an dicht wurden die Rennen erst auf der Ziellinie entschieden. Das Team Sachsen holte insgesamt sechs erste Plätze, zwei davon in den A-Läufen. Absolut Spitze dabei war das Pirnaer Boot im Mix 4x+ 12/13 mit Niclas Mosig, Tim Spindler, Julia Stadnicki, Celina Mitzschke, Stf. Carolin Fahner nach einem klaren Gesamtsieg in der Langstrecke kam die Mannschaft auch im A-Lauf auf der Normalstrecke nach einem souveränen Rennen als erste ins Ziel. Damit holten sich die Pirnaer nach 2015 wiederholt in dieser Bootsklasse beide erste Plätze, grandios. Ebenso den ersten Platz im A-Lauf errang im Jung 1x 13 LG Bernhard   Lindner, ARVL. Die weiteren Erstplatzierten sind: im Mäd 1x 13 LG Floria Herget, USVTU; im Jung 4x+ 12/13 Joel Wiener, Niklas Ritschel, Jakob Timmermann, Keanu Wiener, Stm. Maximilian Franke, PRV; im Jung 2x 13/14 Julius Hermann, Jona Schubert, USVTU; im Jung 2x 13/14 LG Eric Heimer, Justin Schlage, PRV.

An dieser Stelle seinen nur die ersten Plätze namentlich benannt, gleichwohl auch andere Platzierungen erst nach harten Wettkampf mit leistungsstarken Gegnern errudert wurden und hohe Anerkennung verdienen.

In der Gesamtschau ein prima Ergebnis für das Team Sachsen, welches bei diesem breitensportlichen Spitzenwettkampf unseres Nachwuchses erzielt wurde. Unter den Mannschaften sind einige, die wir auch im nächsten Jahr wiedersehen werden, andere, die gute Chancen haben, erfolgreich einen leistungssportlichen Weg einzuschlagen und wiederum solche, die hoffentlich ihre Motivation erhalten und ihren Vereinen treu bleiben und dort die Zukunft gestalten.

Doch nun sind erst einmal alle in den Ferien. Herzlichen Dank an das Team in Salzgitter.

Die Ergebnisse sind hier lesbar:

http://www.rudern.de/nachricht/news/2016/07/04/48-bw-in-salzgitter-ergebnisse/

Eindrücke in Bildern:

bunt bald uni kreativ sein MB üben TN sortieren

Text und Fotos: Steffen Buschmann

Deutsche Meisterschaften U17/U19/U23

Die Regattastrecke Hamburg  war am vergangenen Wochenende das Zentrum des Leistungssports im DRV. Die Zusammenführung der Meisterschaften U23 / U19 und U17 hat sich über viele Jahre bewährt. Ursprünglich sollte der Wettkampf  in Essen stattfinden. Auf Grund des großen Algenwachstums  war er leider nicht durchführbar. Es war eine Meisterleistung, dass Hamburg übernommen hat. Was das Wetter betraf, wurde diese Leistung leider nicht belohnt. In diesem Zeitraum boten unterschiedliche Witterungsbedingungen den Rahmen, die von größter Hitze über Unwetter bis hin zu Sonnenschein bei angenehmen Temperaturen reichten. Bedingt durch die heftigen Regenfälle war sogar der Einsatz von Traktoren notwendig, um Fahrzeuge von den völlig durchnässten Wiesen zu holen.

U-23

Aus sächsischer Sicht haben Samantha Nesajda (USV TU Dresden), Kai Fuhrmann (SC DHfK),  Hannes Redenius (SC DHfK) und Sina Kühne (Dresdner Ruderverein) ihre Nominierung für die Nationalmannschaft  bestätigt. Unklar ist noch welchen Platz genau in welcher Bootsklasse sie einnehmen werden.

U-19

Nach relativ erfolglosen Jahren ein eindrucksvoller Neueinstand von unserem neuen Trainer am Stützpunkt Dresden  Rüdiger Hauffe. 4-mal Gold mit seinen 3 Sportlerinnen. Wir wünschen Katja Fuhrmann( Laubegaster RV), Katja Rübling( Dresdner RC) und Sophie Leupold( Pirnaer RV) viel Erfolg zu den Juniorenweltmeisterschaften.  Auch die anderen Ergebnisse unserer Sportler lassen durchaus Hoffnungen für die Zukunft offen.

U-17

Die Bronzemedaille von Franz Werner und auch der vierte Platz im Doppelvierer der Jungen sind für die Sportler hoch zu bewerten. Gemessen an dem Aufwand, welchen wir seit Jahren im TSP Bereich und der Teilnahme am Bundeswettbewerb betreiben, ist es trotzdem ein dürftiges Ergebnis.

Hier die sächsischen Ergebnisse:

2016_u-17-u-19-u-23 Meisterschaft_ Platzierungen 1-10_1

Eindrücke in Bildern:

Annika_1 Franz_1 Hamburg_1 Hamburg_2 Kai Hannes_1 Katjas_1 Reichert_1 Samantha_1 Sina_1 Sophie_1

Text und Fotos: Bernd Bielig