Monatsarchiv 20. November 2015

Landesehrung Landesruderverband Sachsen

Am 17.11.2015 fand traditionsgemäß einen Tag vor dem Buß- und Bettag in Sachsen die Landesehrung für die Sportlerinnen und Sportler, Trainer und ehrenamtliche Mitarbeiter für den Rudersport in Sachsen statt.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Tobias Roßberg, dem Präsidenten des Landesruderverbandes Sachsen. Er würdigte als erstes die Leistungen von Dr. Bernhard Trui, dem Organisator des diesjährigen Landeswanderrudertreffens. Dieses Treffen erfreut sich mittlerweile großer Beliebtheit auch über die Landesgrenzen Sachsens hinaus, so dass bereits ein Länder übergreifendes Wanderrudertreffen in Organisation ist. Erwähnt wurde der kürzlich stattgefundene Elbepokal, wo eine deutliche Leistungssteigerung der Sportler erkennbar war und auch die tollen Leistungen der Bundesliga – Achter in Sachsen. Nicht zuletzt sprach Tobias Roßberg über die Großen im Leistungssport, über WM – Gold von Phillip Wende und Karl Schulze und den Vizeweltmeistertitel von Annekatrin Thiele.

Im Anschluss an die Eröffnungsrede nahm Bernd Bielig die Ehrungen vor. Zahlreiche Sportler aus dem A- und B – Junioren – Bereich und unsere Welt- und Vizeweltmeister und ihre Trainer wurden für ihre sehr guten Leistungen im Jahr 2015 geehrt. Egbert Scheibe verabschiedete mit rührenden Worten André Sieber aus dem Leistungssport verbunden mit der Hoffnung, dass André dem Rudersport in der Ausbildung junger Ruderinnen und Ruderer erhalten bleibt. Unsere Äquatorpreisträger Manfred Gelpke und Dr. Bernhard Trui ehrten einen neuen Preisträger, Manfred Wolf, der den Äquator mittlerweile bereits 2 mal im Ruderboot umrundet hat, in Sachsen nach Manfred Gelpke der Zweite Ruderer, der das geschafft hat.

Für hervorragende ehrenamtliche Arbeit und Trainingsarbeit erhielten die silberne Ehrennadel Heike Wiedner, überreicht von Regine Rieß und die goldene Ehrennadel Gerald Saalfeld.

Den Ehrenpreis des Landesruderverbandes Sachsen erhielt in diesem Jahr Dirk Reinhardt für sein großes Engagement für die Ergometercups in Leipzig, die im Rahmen der Gesundheitspartnerschaft mit der Techniker Krankenkasse in den letzten beiden Jahren zu einem sportlichen Großereignis herangewachsen sind.

Ein herzliches Dankeschön gilt wie immer den Organisatoren der Landesehrung, die diese zu einem ehrwürdigen Ereignis werden ließen. Dazu gehört auch die Bereitstellung des Buffets und der Getränke, so dass für das leibliche Wohl bestens gesorgt war.

Ute Günther

Hier Eindrücke in Bildern:

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Fotos: Ute Günther

LRV Sachsen Trainer C Ausbildung 2015

Lehrgangsziel erreicht !

– Neue aber keinesfalls nur junge Trainer für die LRV Sachsen u. Thüringen 

Die diesjährigen Anwärter auf den Trainer C-Schein kamen aus fast allen sächsischen Vereinen und Rossleben (Thüringen). Für Lehrgangsleiter Thomas Kleinfeldt (verantw.für Lehrwesen im LRV) war es nicht alltäglich, Ruderer aus sehr unterschiedlichen Ruderbereichen – natürlich Kinder-, Jugend- u. Leistungstraining, aber auch Ruderbundesliga (RBL), Masters, Freizeit- u. Wanderrudern, sowie Rudern mit Behinderten – ausbilden zu können..

Die Ausbildungsthemen auf 4 Wochenendkurse verteilt, gestatteten einen vielfältigen Einblick in die theoretische und sportliche Welt des Rudertrainings und Rudern überhaupt. Theoretische Themen waren u.a. Geschichte des Rudersportes, Aufbau u Struktur der Verbände, Sportbiologie, Umwelt und Recht sowie die fachspezifischen Grundlagen des Ruderns. Ergänzt wurden die Ausbildungsbereiche durch praktische Anwendungen, wie u.a. Athletik, Materialkunde, Bootstraining oder Fehleranalyse.

In den Lehrproben der einzelnen Teilnehmer spiegelten sich dann die Erfahrungen aus den bisherigen Ruder Betätigungsfeldern wieder. Natürlich stand das Thema Rudern auch in den Pausen und abendlichen Gesprächen meist an erster Stelle. Vielfältige Erfahrungen und Gedanken wurden dabei angesprochen und diskutiert.

Am letzten Ausbildungstag fand die Prüfungsrunde statt. Alle Prüflinge stellten dort ihr erworbenes Wissen noch einmal unter Beweis und können sich fortan Trainer C nennen.

Die „Neuen“ freuen sich über ihre erreichte Lizenz und möchten sich zukünftig im Rahmen ihrer Möglichkeiten in die Trainingsfelder der jeweiligen Vereine einbringen. Es bleibt zu hoffen, dass ihnen die Möglichkeit geboten wird, ihre Kenntnisse und Anregungen in unsere Vereine und Verbände zu tragen .

Der Dank aller neuen Trainer C gilt dem Lehrgangsleiter Thomas Kleinfeldt für einen interessanten und lehrreichen Kurs, sowie eine klasse Organisation. Dieser Dank gilt ebenfalls dem Ruderzentrum Leipzig Burghausen für d. perfekten Rahmenbedingungen.

Was haben wir in diesen Tagen noch gelernt, erfahren oder ausgetauscht?

  • Maconblätter sind besser als ihr derzeitiger Ruf, besonders den Jugend- u. Anfängerbereich betreffend und manchmal gesünder als schicke Big Blades.
  • Die Ski Skating Technik ist für Ruderer effektiver als Diagonalschritt, aber Beides ein hervorragendes Ergänzungstraining.
  • wo man in Johann-Stadt viel über Ski erfahren, auch leihen und etwas Skigemäßes kaufen kann.
  • Wie super anstrengend und notwendig Athletiktraining ist und dass Eisentraining für Kinder und Jugendliche nicht geeignet ist, das Training mit der Langhantel wieder mehr in den Fokus des Trainings ab Jugend A rückt.
  • dass Rosslebens Ruderlegende Karli Träger von seinem langjährigen Vereinsvorsitz beerbt wurde – und dies von einem rudernden, sportverrückten „Heber“ siehe Rudersport RS -2015
  • dass man es bei der Fehleranalyse und Anfängertraining mit „erfahrenen Anfängern“ besonders schwer hat.
  • dass es nicht einfach ist, ständig den Essensansprüchen einer solchen Truppe über 4 WE gerecht zu werden, Hopfengetränke noch nicht zugelassen sind.
  • Wie man in Malta rudert. Wie sich die FISA um dieses Mitglied bemüht und welche Erfolge mit einfachen Mitteln erzielt werden können. Siehe aus Rudersport

Christian Ziegra – für die Lehrgangsteilnehmer

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41. Dresdner Elbepokal mit internationaler Beteiligung

Am gestrigen 31. Oktober 2015 fand der 41. Dresdner Elbepokal mit internationaler Beteiligung statt.

Die interntaionationale Beteiligung erfuhr einen neuen Höhepunkt mit der Meldung eines Achters und von zwei Vierern in der Altersklasse 50 vom Tees RC aus Stockton-on-Tees. Die Geschichte des Teeser RC geht in die Victorianer Zeit um 1846 zurück, als er im Zusammenhang mit einem in der Nähe befindlichen Bootshaus gegründet wurde. Hier rudern bis heute jung und alt gemeinsam und pflegen ein rudersportliches Vereinsleben, ähnlich, wie man es aus Deutschland kennt. Man kann jederzeit das Rudern erlernen und nach 10 Rudereinheiten sollte man Vereinsmitglied werden, um seine ruderischen Fähigkeiten auszubauen.

Der Tees ist ein Fluss im nördlichen England. Er entspringt am Osthang des 893 m hohen Cross Fell, des höchsten Berges der Pennines, und mündet nach 113 km südöstlich von Hartlepool in die Nordsee. (Wikipedia). In Stockton erlebt man einen modernen Ausbau des Flussufers, der dann aber übergeht in ein Naturschutzgebiet bis zur Kleinstadt Yarm, wo sich der ursprüngliche Haupthafen befindet. Die Tees ist ein sehr sauberer und sehr gut geeigneter Fluss für den Wassersport, vor allem eben für das Rudern.

Wir hoffen, dass den Sportsfreunden aus Stockton auf der Niedrigwasser führenden Elbe der Ruderwettkampf gut gefallen hat und dass sie uns im nächsten Jahr wieder besuchen.

Wir freuen uns sehr, dass unsere Ruderfreunde aus Usti (Tschechien) wieder mit gutem Erfolg an unserer Abschlussregatta teilgenommen haben und auch die Beteiligung aus Deutschland neben der sächsischen konnte sich sehen lassen. So ging in der Bootsklasse Achter eine Renngemeinschaft Magdeburg/Hannover an den Start. In der Altersklasse MF 60 stellte sich eine Renngemeinschaft USV TU Dresden, RC Allemannia Hamburg, RC Favorite Hammonia Hamburg, Koblenzer RC Rhenania, Mainzer RG, RV Saarbrücken und Pirnaer RV den Wettkämpfen. Hier kann man sagen, dass fast auf jedem Rollsitz ein anderer deutscher Verein vertreten war, eine tolle rudersportliche Gemeinschaft.

Die Organisatoren freuten sich, dass es in diesem Jahr nicht an interessanten und vor allem auch vielen Meldungen mangelte. Das Meldeergebnis konnte sich sehen lassen, ein Indiz dafür, dass sich die vom SERV wieder hervorragend organisierte Regatta, in Sachsen, in Deutschland und auch im Ausland sehr großer Beliebtheit erfreut. Besonders erfreulich war die große Mastersbeteiligung. Aber auch die Kinder und Jugendlichen nutzten die Chance, sich ein letztes Mal in diesem Jahr dem rudersportlichem Wettkampf zu stellen.

Es nahmen insgesamt 15 Achter am 41. Elbepokal teil. Es war allerdings sehr schade, dass keiner der sächsischen Bundesliga – Achter für die Regatta gemeldet hatte. Das lag allerdings zum Teil daran, dass es keine Gegenmeldungen gab. So haben unsere Bundesliga – Frauen auf Grund eines fehlenden Gegners in 2 Vierern teilgenommen und auch in den anderen Bootsklassen waren zahlreiche RBL – Sportler vertreten, die die letzte Regatta des Jahres auf ihre Art nutzten.

Alle Ruderinnen und Ruderer und alle Helfer freuten sich über sehr schönes mildes Herbstwetter. Der Wind und das Niedrigwasser machte es zwar dem einen oder anderen etwas schwerer, aber mit diesen Herausforderungen des Elberuderns kennen sich die Meisten bereits gut aus.

Ein herzliches Dankeschön geht wieder an den Sächsischen Elberegatta Verein für die tolle Organisation des Elbepokals und allen Helfern, die u. a. für die Verpflegung sorgten und dem Team der Wettkampfrichter und Motorbootfahrer, die Regeln und Sicherheit der Ruderinnen und Ruderer im Blick hatten.

Den Ruderinnen und Ruderern wünschen wir große Erfolge in der nächsten Saison und wir freuen uns alle auf den 42. Elbepokal im Jahr 2016.

Text: Ute Günther

Hier das vorläufige Endergebnis:

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Eindrücke in Bildern:

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Fotos: Ute Günther