Monatsarchiv 31. Oktober 2011

56. TID Fahrt 2011

DRV-Fahrt im Rahmen der 56. TID

Der DRV bot auch in diesem Jahr eine Wanderfahrt auf der Donau im Rahmen der Tour International Danubien, der Kanufahrt von Ingolstadt bis zum Schwarzen Meer an. Der DRV ist Mitglied der TID-Organisation und kann so leicht solch aufwendige Fahrten organisieren. Die Gesamtfahrt geht ja von Ende Juni bis Anfang September. Einige ältere Herren fahren die ganze Tour mit. Die meisten paddeln oder rudern nur ein Teilstück.

Wir hatten uns dieses Jahr die slowakisch-ungarische Donau und einige Nebenflüsse vorgenommen, so dass am Ende 8 Flüsse und 343k m zu Buche standen.

Ich bin von Regensburg mit dem Bootstransport, der aus Köln kam, mitgefahren. Zu dritt ging es mit einer Übernachtung im Ruderclub Wachau in Dürnstein zu unserem Startpunkt in Mosonmagyarvaros an der Mosoni-Donau. Dort konnten wir beim örtlichen Ruder-und Kanuverein zelten. Auf der TID wird übrigens ausschließlich gezeltet. Im Laufe des Tages trudelten auch die 6 Bahnfahrer ein. Wir waren komplett. 3 Kölner, 4 Jenaer, 1 Kopenhagenerin und ich.

Am ersten Tag ruderten wir die Mosoni-Donau 12 km stromauf. Die Mosoni-Donau ist ein rechter Seitenarm der Donau beginnend hinter Bratislava und führt durch ein riesiges Auwald-Reservat. Sie strömt ganz ordentlich. Durch herabhängende Äste und schrägstehende Bäume gab es viele Engstellen mit noch mehr Strömung. Ich denke, die 12 km waren mehr wert als von uns 13 k m nach Radebeul. Auf der Rückfahrt sind wir noch 2 km in die Leitha (Lajta) gefahren. Sie kommt aus Österreich und mündet in Mosonmagyarvaros.

Auf der Mosoni-DonauBis zur Donau hatten wir noch 90 km zu bewältigen, die wir auf zweieinhalb Tage verteilten. Auf einem kleinen einfachen Campingplatz in Mecsér, der übrigens sehr sauber war, verbrachten wir eine Nacht und fuhren dann weiter bis zum Ruderclub in Györ (Raab). Die Stadt ist sehr schön restauriert mit vielen alten Häusern, großer Fußgängerzone vielen guten Restaurants und einer schnurgeraden 2000-m-Regattastrecke mit 4 Startbahnen. Es herrschte bei den Ruderern und noch mehr bei den Kanuten ein sehr reger Trainingsbetrieb.

Am nächsten Morgen mussten wir uns natürlich die Raab, die mitten in Györ mündet und der Stadt den Namen gab, ansehen und 2km  hinauf rudern. Nach 9 km Mosoni-Donau erreichten wir dann die große Donau am Fluss-km 1794. Bis zur Mündung der Waag (Vah), die aus der Tatra kommt, waren noch 28km zu rudern und 3 km die Waag hinauf. Der TID-Zeltplatz befand sich beim Kanuclub, der auch ein Kanu-Leistungszentrum beheimatet. Die Waag ist auf ihren letzten 30 km annähernd so breit wie unsere Elbe und strömt mindestens so wie die Elbe bei 2m Wasserstand. Wir waren hier übrigens auf der slowakischen  Seite der Donau in Komárno, das mit dem heutigen Komarom auf ungarischer Seite zu k. u. k.-Zeiten die Stadt Komorn bildete.

Wir hatten hier 2 Tage Zeit zum Rudern, Erholen und Besichtigen. Den ersten Tag nutzten wir gleich, um die Waag 23 km aufwärts zu rudern bis zur Mündung der kleinen (Mály) Donau, die in Bratislava abzweigt und die Auen auf der linken Donauseite umfließt. Sie ist auch von Bratislava aus ruderbar. Hier sind wir natürlich auch ein Stück hineingefahren, um unseren 5. Fluss zu rudern.

Auf der Waag

Der nächste Tag war ein Ruhetag, wenn man die Festungsbesichtigung in Komarom bei 35° im Schatten als Erholung bezeichnen will. An dieser Stelle der Donau gab es auf ungarischer Seite 3 Festungen und auf  slowakischer Seite 12 Bastionen um die Stadt verteilt. Sie waren alle zum Schutz vor Türkeneinfällen nach der Belagerung von Wien errichtet worden und sind nie erobert worden. In Komárno ist der Europaplatz sehr interessant. Hier sind aus allen europäischen Nationen typische Häuser errichtet mit Wohnfunktion, Geschäften und Restaurants. Leider ist er noch nicht fertig. Seit meinem ersten Besuch 2002 ist noch nichts hinzugekommen. In Bootshausnähe hatten wir eine schöne ?arda (Fischrestaurant) entdeckt, wo wir uns an den Abenden wunderbar mit Fischgerichten verwöhnen ließen.

Mittlerweile trafen auch die Paddler der TID ein, so dass der Zeltplatz mit ca. 100 Zelten gut belegt war. Das ist aber noch lange nicht die Obergrenze bei der TID. Wir sind ab hier die nächsten Etappen der TID mitgefahren. Die nächste führte uns gleich nach dem slowakischen Šturovo, direkt gegenüber der Basilika von Esztergom. Die beiden Orte wechseln sich jährlich als TID-Gastgeber ab.

Am nächsten Tag war unser Ziel Visegrad am berühmten Donauknie. Ab jetzt waren die Ungarn als Organisatoren gefragt. Eine Burgbesichtigung wurde angeboten. Das TID-Abendessen bestand schon ab Komárno meist aus einer Goulasch-Variation, schließlich befanden wie uns auf der Goulasch-Donau. Die Qualität des Essens war aber wie überall in Ungarn und der Slowakei sehr gut !

Szentendre

Wir waren jetzt schon vor den Toren von Budapest. Vorbei an der Szentendre-Insel sind wir auf der 30km langen Szentendre-Donau gerudert. Im Städtchen Szentendre haben wir erst einmal gut zu Mittag gegessen. Szentendre ist ein berühmter und sehr hübscher Malerort, sehr stark von Touristen frequentiert.  Am Nachmittag erreichten wir den TID-Zeltplatz auf der Obuda-Insel.  Hier erwischte uns nachts schon das 2. schwere Gewitter, und am Morgen am Ruhetag goss es auch in Strömen. Mit einem Sonderschiff erlebten wir erst eine Stadtrundfahrt, die durch den Regen nicht so richtig genossen werden konnte. Nach dem Aussteigen an der Elisabeth-Brücke mussten wir uns erst einmal einen Drogerie-Schirm kaufen. Wir haben dann die Stadt individuell erkundet, da jeder schon in Budapest war. Ich habe mir den Heldenplatz vorgenommen und bin dann durch berühmte Markthalle geschlendert. Sie war ja vor einigen Jahren total abgebrannt und strahlt jetzt wieder in neuem alten Glanz.

Die Stadtdurchfahrt am nächsten Tag war auch durch trübes Wetter etwas abgewertet. Wir sind dann gleich nach 11 km abgebogen und haben die TID für 2 Tage (TID fährt nur Haupt-Donau) verlassen. Mit einer Schleuse ist die Rackeve-Donau abgeriegelt, ein alter Donauarm, der die Csepel-Insel links umfließt. Am Anfang ist noch viel Industrie, auch 2 Rudervereine. Dann wird ein richtig hübsches Flüsschen mit minimalster Strömung daraus. Eigentlich ist es ein langgestreckter See von kleinen Dörfchen mit schönen Häuschen und Datschen umgeben und Hunderten von Anglern. Zum Mittag durften wir in einem ungarischen Olympiastützpunkt für Ruderer und Kanuten sehr gut und sehr preiswert essen. Der Nachmittag brachte bis Rackeve strömenden Regen. Immerhin hatten wir auf diesem Donauarm an diesem Tag 38 km bei stehendem Wasser zu bewältigen. Zum Glück brauchten wir unser Zelt nicht aufbauen sondern wohnten im Schlosshotel von Rackeve. Das Schloss hatte Prinz Eugen bauen lassen. Die Ungarn haben es in den 70iger Jahren restauriert. Das ist heute noch Stand. Das Hotel genügte aber unseren Ansprüchen und die Gastronomie war ausgezeichnet.

Rackeve

Wir hatten nun noch 20 km bis zur Mündung in die Donau zu rudern. Das Wetter war wieder sehr ansprechend und nicht mehr so heiß wie zu Beginn unserer Tour. Vor der Donau war natürlich noch eine Schleuse zu bewältigen. Bei nur 3 Schleusungen pro Tag, mussten wir schon zielgenau rudern, was auch gelang. Die Schleuse ist von einer interessanten Konstruktion, wie ich sie noch nie erlebt habe. Das Obertor dient als Wehr. Wenn keine Schleusung stattfindet, ist das Untertor immer geöffnet. Damit ist der Abfluss regelbar. Bei Schleusung wird das Untertor geschlossen und mit dem Obertor die Befüllung geregelt. Zum Glück sind wir bergab geschleust und mussten nicht erfahren, wie die ca. 10 m hohe Schleusenkammer gefüllt wird.

Nun waren es noch 500 m in die Donau, auf der wir auch gleich die ersten Paddler trafen. Bis Dunaúváros hatten wir noch 9 km, die wir bei bestem Wetter noch richtig genossen. Es waren unsere letzten. Die Donau ist hier schon sehr breit und strömt ordentlich, was uns auf Grund der Breite aber gar nicht so auffiel. Hier kommt die majestätische Weite der Donaulandschaft so richtig zum Tragen und vermittelt auch ein Gefühl von grenzenloser Freiheit, wie es andere Flüsse in unseren Breiten nicht so vermögen.

Donau vor Dunaúváros

In Dunaúváros war die Fahrt für uns leider zu Ende. Die Stadt selbst bietet nichts. Wer Eisenhüttenstadt kennt, versteht, was ich meine. Sie ist zeitgleich zum gleichen Zweck entstanden und hieß auch in den fünfziger Jahren genau so: Stalinvaros (= Stalinstadt)

Für uns hieß es Abschied nehmen von der TID und auch von unseren Kameraden, die mit dem Zug nach Hause reisten. Ich bin wieder mit dem Bootstransport dieses Mal direkt nach Regensburg gefahren. Dort haben wir noch einmal übernachtet und vorher natürlich die deftige Küche des oberen Donauraumes genossen.

Wolfgang Kussatz

37. Elbepokal

Der 37. Elbepokal in Dresden ist Geschichte. Bei bestem Herbstwetter wurde ereignisreicher Sport geboten. Es waren wieder Rennen in vielen Altersklassen gemeldet, von unseren Jüngsten bis zu den Masters, die den Elbepokal jedes Jahr wieder bereichern. Ein Highlight war die Teilnahme der Nationalmannschaft der weiblichen und männlichen Skuller. Beobachtet vom Cheftrainer des Deutschen Ruderverbandes Hartmut Buschbacher stellten die Athleten sich dieser keinesfalls einfachen Aufgabe.

Der Vize – Weltmeister – Vierer gewinnt beim Elbepokal

Der Städtevergleich der Junioren wertet in diesem Jahr die Veranstaltung nochmals deutlich auf.

Ein großes Dankeschön gilt den Organisatoren des Sächsischen Elbe Regatta Vereins. Es gehört sehr viel Enthusiasmus dazu, eine solche Veranstaltung zu organisieren, zumal einige Veränderungen in diesem Jahr in Angriff genommen wurden. So wurde zum Beispiel der Startverlauf in der Hoffnung auf attraktivere Rennverläufe geändert. Hier gingen die Meinungen der Verantwortlichen sehr auseinander. Die Zuschauermeinung war aber durchaus positiv. Die Rennen wirkten interessanter durch das Einfahren zum Teil mehrerer Bootsklassen zeitgleich. Den Sportlern war der „Kitzel“ gegeben, den man im Einzelstart in der Langstrecke normalerweise nicht hat. Dennoch sollte man vor allem in der Zusammenarbeit mit den Wettkampfrichtern an der Optimierung dieser Startform arbeiten und die gewonnenen Erfahrungen auswerten.

Im wunderbar neu gebauten Sportzentrum Blasewitz ergaben sich für Gastronomie und die Zeremonie der Siegerehrung völlig neue Möglichkeiten. Hier trafen sie Sportler aller Generateionen, Leistungsstufen und Regionen. Außerdem hat es großen Spaß gemacht den Ehrungen zu folgen.

tolle Gastronomie bei tollem Wetter

Auch gilt es Danke zu sagen für die Bemühungen aller Art in den anliegenden Bootshäusern.

Es lag Spannung in allen Rennen und ob Olympia Kader, Freizeitsportler, Master oder Nachwuchsruderer – gekämpft wurde um jeden Meter und jede Welle. Dass Bojen nicht die besten Freunde der Ruderer sind musste leider ein Pirnaer Achter zur Kenntnis nehmen….Wir sind dennoch froh, dass den Sportlern selbst nichts Ernsthaftes passiert ist.

Wir sollten uns immer wieder das Motiv des Elbepokals in Erinnerung rufen. Es ist der beste Saisonabschluss den es geben kann. Der Ruderer geht unter teilweise schwierigen Bedingungen in den aktiven „Winterschlaf“ hat Motivation, Standortbestimmung und reichlich Diskussionsstoff um die kalte, aber so wichtige Jahreszeit erfolgreich zu überstehen.

Wir wünschen allen Aktiven, Trainern und Übungsleitern, Kampfrichtern, Funktionären, Helfern und Freunden des Rudersports ein gutes Überstehen des Winters und Freude beim Wiedersehen zum Anrudern 2012.

Hier findet ihr die Ergebnislisten vom 37. Elbepokal sowie die Punktelisten vom Städtekampf 2011

Ergebnis_vorläufig_Elbepokal_2011

Ergebn Einzelzeitfahren Städtekampf 2011neu

Punkteliste Endergebnis Städtekampf 2011

Und hier einige Eindrücke vom 37. Elbepokal

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Text: Bernd Bielig, Ute Günther

Fotos: Ute Günther, Bernd Bielig, Regine Rieß, Andreas Frank

Reise nach Oklahoma

Die kommende Saison, so hört man sehr oft, wird lang und hart werden und so kam es uns sehr gelegen als Trainingsauftakt der Olympiavorbereitung einen Ausflug nach Oklahoma City zu machen. Die Einladung für den Männer- und Frauen-Doppelvierer kam schon im Juli und ohne großes Zögern haben wir zugesagt, auch wenn wir überhaupt nicht wussten, was uns erwarten würde.

Das lag allerdings weniger daran, dass noch zwei Monate Zeit waren, sondern wohl eher daran, dass überhaupt keine Informationen zu uns vorgedrungen sind.

Denn selbst als wir am Dienstag, den 27.09. auf dem Flughafen von Oklahoma City angekommen sind, wusste keiner so richtig, wie es weitergehen sollte. Die Leute, die uns abholen sollten, waren auch nicht zu sehen. Nach einiger Wartezeit wurden wir schließlich doch eingesammelt und bekamen erste Informationen, denn die Fahrerin unseres Vans schwärmte von der „riesigen“ Stadt und von den 35.000 Zuschauern die kommen sollten- das klang schon beeindruckend!

Am Abend bekam dann jeder von uns 20 Dollar in die Hand gedrückt und wir durften uns was zu essen kaufen und ein vernünftiges Restaurant zu finden war gar nicht mal so einfach.

Unser erster Tag war geprägt vom Staunen über ein sehr modernes und top ausgestattetes Bootshaus mit mehreren Bootshallen, einem Ruderkasten mit Strömungsanlage, einer Gegenstromanlage zum Schwimmen, einem riesigen Ergoraum, zwei Krafträumen und einer Höhenkammer und vom Einstellen der Boote für die Rennen.

Nach dem Mittagessen, einem leckeren Sandwich, Chips, einem Cookie und einem Bonbon, was es von nun an jeden Tag geben sollte, haben wir dann unsere erste Einheit absolviert. Obwohl wir nur 12km rudern konnten, weil wir so einen straffen Zeitplan hatten, war es bei deutlich über 30 °C schon gut anstrengend. Im Anschluss sind wir dann ins Hotel gefahren und haben eingecheckt. Die Zimmer waren spitze, auch wenn unser Kamin anfangs noch nicht funktionieren wollte und es auch für unseren Trainer Markus Schwarzrock ein Novum gab: nach 23 Jahren musste er zum ersten Mal wieder mit Sportlern das Zimmer teilen…

Am Abend waren wir zum Essen beim Gouverneur eingeladen und nachdem wir uns den ganzen Tag Gedanken gemacht haben, was wir anziehen könnten, haben wir uns letztlich für Nationalmannschafts- Shirts  entschieden und waren damit sehr gut gekleidet.

Der Donnerstag verlief anfangs unspektakulär. Am Morgen waren wir fleißig auf dem Wasser und nachmittags haben wir die Geschäfte des Outletcenters erkundet. Abends fand die Eröffnungsfeier des Regatta-Festivals statt. Mit den anderen geladenen Nationen aus Kanada und Italien durften wir dann einmarschieren und den Abend gemütlich bei Gesprächen mit sehr freundlichen und offenen Amerikanern ausklingen lassen. Dabei erfuhren wir auch einiges über die Zukunftspläne der Investoren der Regattastrecke und sind aus dem Staunen oder Kopfschütteln nicht mehr rausgekommen. Die Atmosphäre war sehr angenehm und an die Rennen am nächsten Morgen dachte noch niemand.

Doch der Abend konnte nicht ewig dauern und so mussten Anne und ich die Regatta im Einer eröffnen. Annekatrin Thiele konnte deutlich vor Italien gewinnen und ich musste mich mit einem 3. Platz zufriedengeben. Die Doppelzweier mit Stephan Krüger und Lauritz Schoof sowie Tina Manker und Carina Bär konnten die Rennen souveräner gestalten und beide gewinnen. Ernüchternd war allerdings, dass die Rennen vor leeren Rängen stattfanden und von 35.000 Zuschauern war weit und breit nix zu sehen.

Nachmittags konnten wir dann auch noch beide Doppelvierer gewinnen. Nachtsprint über 500m sollte am Abend auch noch stattfinden und mittlerweile hatten sich sogar einige Zuschauer zur Strecke verirrt und es war relativ viel los. Es standen Sprints im Zweier und Einer auf dem Programm, bei denen Karl Schulze und Philipp Wende sowie Julia Richter und Annekatrin Thiele im Zweier und Stephan Krüger und Stephanie Schiller im Einer an den Start gegangen sind. Stephan hat sich leider noch von einem Amerikander auf den letzten Metern abfangen lassen, aber die anderen drei Boote siegten souverän. Den Abend konnten wir dann im Bootshaus ausklingen lassen.

Der Samstag verlief wieder ganz ähnlich. Vormittags im Einer und Zweier über die 2000 m in denselben Besetzungen mit nahezu den gleichen Ergebnissen, der Nachmittag war frei und wir haben die ganze Zeit auf dem Basketballplatz und am Pool des Hotels verbracht. Am Abend ging es dann in die Spezialklasse und beide Vierer mussten im Sprint an den Start. Beide konnten deutlich gewinnen und das ganz ohne Krebs! Der Jubel der Zuschauer hielt sich allerdings in Grenzen, denn die 35.000 hatten sich auch am Samstag nicht blicken lassen und es waren noch deutlich weniger als am Freitag, aber nichtsdestotrotz haben die Rennen sehr viel Spaß gemacht und am selben Abend fand dann auch noch die Siegerehrung statt.

Der sportliche Teil war also mit dem Samstag abgeschlossen und nun sollte der kulturelle Teil folgen, aber dieser gestaltete sich in Oklahoma als eher schwierig. In der Stadt konnten wir uns das National Memorial zum Gedenken an den Bombenanschlag im April 1995 anschauen. Landschaftlich war die Gegend im Umland auch nicht sehr reizvoll, außer man interessiert sich für Grasland und Autobahnen. 350 km fahren, um einen Nationalpark anzuschauen, wollten wir dann nicht. Also verbrachten wir noch einige Zeit an der Strecke und dann konnten wir das tolle Wetter wieder am Pool genießen.

Alles in Allem war es ein sehr schöner Ausflug in die Staaten und eine gute Regatta, die sehr viel Spaß gemacht hat. Das Wetter war jeden Tag spitze und wir haben in der ganzen Zeit nicht eine einzige Wolke sehen können.

Schade war, dass man sich nichts so richtig anschauen konnte, aber das ist im Mittleren Westen der USA wohl keine Seltenheit.

Mit diesem Saisonstart läuten wir die kommende, hoffentlich erfolgreiche Zeit voller Zuversicht ein!

Tim Grohmann

 

 

Bootstaufe Radebeul

Am 05. Oktober erfolgte im Radebeuler Ruderverein die feierliche Taufe eines neuen Doppelvierers. In Anwesenheit zahlreicher Vereinsmitglieder und Sponsoren wurde das Boot von der Radebeuler Sektkönigin auf den Namen „ Schloss Wackerbart“ getauft.

Nachdem vor einer Woche zur Landesmeisterschaft Sachsen Erfolge errudert wurden, wird dieses Boot  zur weiteren Entwicklung von Rudersportlern im Verein beitragen.

Finanziert wurde das Boot mit Unterstützung des Landesruderverbandes und zahlreicher Sponsoren.

Wir wünschen gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter der Flosse ( O-Ton – Sektkönigin zur Taufe ).

Bernd Bielig