6. Mitteldeutsche Ergomeisterschaft / 7. TK Hochschul-Cup

6. Mitteldeutsche Ergomeisterschaft / 7. TK Hochschul-Cup

















Bis der Mann mit dem Hammer kommt…

Auch in diesem Jahr wurden wieder die Ergometerketten bei der nunmehr 6. Mitteldeutschen Ergometermeisterschaft zum Glühen gebracht. Am 29. Februar pilgerten rund 300 Ruderinnen und Ruderer, deren Trainer, Eltern und Schlachtenbummler in die Ernst-Grube-Halle in Leipzig. In insgesamt 32 Rennen wurden sowohl neue Mitteldeutsche Meister gekürt, als auch die deutschen Hochschulmeister im Ergometer-Rudern ermittelt. Zudem wurde zum siebten Mal der TK Hochschul-Cup für die beste Mix-Vierer-Staffel vergeben.

Aus sportlicher Sicht gab es einige bemerkenswerte persönliche Bestzeiten. So pulverisierten beispielsweise Layla-Natalie Eckert (SC DHfK Leipzig) und Jamie Herold (Pirnaer Ruderverein) ihre Vorjahreszeiten um jeweils 17 Sekunden. Gleich dreimal wurde die Norm für die Juniorenweltmeisterschaft unterboten:

  • Hannah Grimm (ARV Leipzig) Siegerin JF A mit 7:13,4 min
  • Johann Svoboda (Dresdner Ruderverein) Sieger JM A mit 6:14,3 min
  • Tobias Schneider (Meißner Ruderclub Neptun) Zweiter JM A mit 6:14,6 min

Ein besonderes Highlight waren auch in diesem Jahr wieder die Achter Sprints. Im Mix Achter der Deutschen Hochschulmeisterschaft hatten 5 Teams gemeldet. Der Sieg ging nach Mainz, Platz 2 an die TU Dresden und Platz 3 sicherten sich zeitgleich die Uni Leipzig und die Uni Kassel. Da wurde es ganz schön kuschelig auf dem Siegertreppchen.

Ein Frauenachter ist dieses Jahr leider nicht zustande gekommen und auch bei den Männern haben Wurzen und Pirna dieses Jahr leider nicht gemeldet. Umso erfreulicher, dass der Torgauer Ruderverein in Kooperation mit ein paar Leipzigern dem DER Achter Dresden Paroli geboten hat. Dazu kam noch eine Renngemeinschaft aus Mainz mit Verstärkung aus Pirna und Kiel, die vor Ort spontan nachgemeldet hatten. So wurde es zum Schluss in der Halle noch einmal richtig laut. Der Sieg ging in 57,9 sec nach Mainz, der DER Achter Dresden kommt mit 58,2 sec auf Platz 2 und Torgau komplettiert das Treppchen mit 1:01,1 sec.

Alle Ergebnisse könnt ihr hier im Detail nachlesen.

Herzlichen Glückwunsch an alle Sportlerinnen und Sportler. Wir wünschen euch schon jetzt ganz viel Erfolg für die Saison 2020.

Wir bedanken uns recht herzlich beim Team des Hauptorganisators SC DHfK Leipzig Abteilung Rudern rund um Bernd Schmid und Thomas Wetzelt-Greulich. Wieder einmal war es eine tolle Veranstaltung mit spannenden Rennen und vielen Bestleistungen. Auch einen großen Dank an die Techniker Krankenkasse als Gesundheitspartner der Meisterschaft, die auch dieses Jahr wieder ein spannendes Rahmenprogramm geboten haben. Last but not least, danke an Boris Orlowski und sein Team von boat-events für die unterhaltsame Moderation und reibungslose technische Unterstützung der Veranstaltung.

Randnotizen:

Benjamin Reuter (SG TSV Kronshagen/Kieler TB) startete insgesamt in 4 Rennen und holte mit seiner sehr eigenwilligen „Technik“ insgesamt 3 Titel (SM 1x A, MM 1x A, SM 8x A) und einen Vizetitel (ADH SM 1x A). Respekt vor so viel schierer Kraft und Ausdauer.

Auch Elisabeth Lowke (DRC) startete in 4 Rennen der Deutschen Hochschulmeisterschaft und holte zwei Titel und zwei Vizetitel für die TU Dresden.

Isabell Heine (DRV) gewinnt sowohl die Junioren B Mix Staffel, als auch die Junioren A Mix Staffel mit ihrem Team. Im Einzelrennen JF 1x B holte sie Bronze.

Auch wenn Boris Orlowski in der Moderation öfter davor gewarnt hat, konnte man immer wieder die „Fly and Die Taktik“ auf dem Ergometer beobachten: Aimee Schellenberg (USV TU Dresden) startete bei den Juniorinnen B Leichtgewichten mit einer 1:57 min und trudelt mit 2:10 min trotzdem noch als erste ins Ziel. Auch Carlotta Rommel (Mündener Ruderverein) erwischte der Mann mit dem Hammer. Im Frauen Einer A startete sie mit 1:49,7 min und fuhr auf den letzten 500m eine 2:03,1 min. Die Siegerin Violetta Müller (Uni Kassel) war auf den letzten 500m 13 Sekunden schneller. Wir hoffen, dass sich alle gut von den Strapazen erholt haben und sich beim nächsten Mal vielleicht ein bisschen von Hannah Grimm abschauen.

Die Juniorin aus Leipzig fuhr wie ein Schweizer Uhrwerk – 1:48,2 / 1:48,4 / 1:48,4 / 1:48,4 ….

Bildquelle: LRVS/Haubner