Coupe de la Jeunesse 2026: Göttersee wird zur Goldgrube für Sachsen

Der Coupe de la Jeunesse 2026 auf dem Luzerner Rotsee hat einmal mehr gezeigt, wie viel Power im sächsischen Rudernachwuchs steckt. Mit Mia Laux (SC DHfK Leipzig) und Moritz Herrmann (Pirnaer Ruderverein) standen gleich zwei Sachsen im Fokus und lieferten auf internationaler Bühne eindrucksvoll ab.

Vier Rennen, vier Siege: Mia Laux dominiert

Was für ein Wochenende für Mia Laux: Im Juniorinnen-Doppelvierer ließ die Leipzigerin der Konkurrenz an beiden Wettkampftagen keine Chance. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag ruderte das deutsche Boot zu souveränen Siegen und das mit deutlichem Vorsprung.

Bereits am Samstag setzte sich die Crew um die Leipzigerin früh ab und lag zur Streckenhälfte rund fünf Sekunden vor dem Feld. Im Ziel waren es sogar über sieben Sekunden Vorsprung auf die Konkurrenz. Am Sonntag wiederholte sich das Bild: kontrolliertes Rennen, starke zweite Streckenhälfte, am Ende mehr als 6,5 Sekunden vor Großbritannien.

Am Ende steht die hervorragende Bilanz: vier Rennen, zwei Finals, zwei Goldmedaillen und insgesamt vier Siege an einem Wochenende.

Neben den sportlichen Erfolgen, hob Mia in ihrem eigenen Rückblick die Bedeutung der Teilnahme und des Regattaortes hervor: „Für mich war es etwas ganz Besonderes, erneut das Deutschland-Trikot tragen zu dürfen. Der Rotsee in Luzern – auch als „Göttersee“ bekannt – gilt als eine der schönsten und traditionsreichsten Ruderstrecken der Welt. Normalerweise finden dort vor allem internationale Spitzenveranstaltungen der Elite statt. Es war mir eine große Ehre, als U19-Athletin auf dieser Strecke starten zu dürfen. Ich blicke mit großer Freude und Stolz auf dieses erfolgreiche Wochenende zurück und freue mich, diese Erfahrungen und das Selbstvertrauen in die kommenden Wettkämpfe mitzunehmen.“

Moritz Herrmann: Gold und Silber im Doppelvierer

Auch Moritz Herrmann vom Pirnaer Ruderverein zeigte im Junioren-Doppelvierer eine starke Leistung. Gemeinsam mit seiner Crew sorgte er für ein spannendes Duell mit Großbritannien an beiden Tagen.

Am Samstag gelang dem deutschen Boot ein nahezu perfektes Rennen: starker Start, konstante Führung und ein nervenstarker Endspurt. Großbritannien kam auf den letzten Metern noch einmal gefährlich nah heran, doch Deutschland rettete 0,8 Sekunden Vorsprung ins Ziel – Gold.

Am Sonntag folgte die Revanche der Briten. Wieder erwischte Deutschland den besseren Start, doch zur Streckenhälfte entwickelte sich ein enger Schlagabtausch. Ein entscheidender Zwischenspurt der Briten brachte schließlich die Entscheidung. Deutschland blieb zwar dran, musste sich aber mit rund 2,2 Sekunden Rückstand geschlagen geben. Silber war jedoch ungefährdet.

Unterm Strich war es ein starkes Wochenende mit Gold und Silber für Moritz.

Internationale Bühne mit besonderem Flair

Der Coupe de la Jeunesse gilt als eine der wichtigsten internationalen Nachwuchsregatten im europäischen Rudersport für die U19-Ruderinnen und -Ruderer. Seit diesem Jahr schickt auch der deutsche Ruderverband eine U19-Auswahl an den Start.

Das besondere Wettkampfformat sorgt für zusätzliche Spannung: An beiden Tagen werden Vorläufe und Finals komplett neu ausgefahren – mit der Chance auf direkte Revanche am Folgetag.

Neben den sportlichen Erfolgen bleibt vor allem die Atmosphäre in Erinnerung. Gemeinsame Unterkünfte, internationale Begegnungen und ein Hauch „olympisches Dorf“ machen die Regatta für viele Nachwuchsruderinnen und -ruderer zu einem echten Saisonhighlight.

Starkes Ergebnis für Deutschland und Sachsen

Mit insgesamt vier Siegen, fünf Silber- und drei Bronzemedaillen blickt der Deutsche Ruderverband auf ein erfolgreiches Wochenende zurück. In der Nationenwertung belegte Deutschland Platz vier hinter Großbritannien, Italien und Gastgeber Schweiz.

Aus sächsischer Sicht fällt das Fazit besonders positiv aus: Drei Goldmedaillen und einmal Silber durch Mia Laux und Moritz Herrmann – ein klares Ausrufezeichen des Rudernachwuchses aus Leipzig und Pirna.

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