Der Landesruderverband Sachsen (LRVS) blickt im Rahmen seiner Mitgliederversammlung 2026 in Leipzig auf ein ereignis- und erfolgreiches Ruderjahr 2025 zurück und richtet gleichzeitig den Blick nach vorn auf die Weiterentwicklung des Rudersports im Freistaat Sachsen.
Auftakt und Leitmotiv
Die Mitgliederversammlung fand am 7. März 2026 beim Ruderverein Triton 1893 e.V. Leipzig statt und wurde durch LRVS-Präsident Holger Hoffmann eröffnet. In ihren Grußworten betonten Gastgeberpräsident Axel Bäumling und OSP-Leiter Christian Pöhler die Bedeutung der sächsischen Ruderstandorte Dresden und Leipzig für die nationale Spitzen- und Nachwuchsarbeit.
Ebenfalls ein Grußwort sprach Wolf-Dietrich Rost, sportpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, der die kontinuierliche Unterstützung des Freistaates für den Sport in Sachsen hervorhob. Er betonte auch noch einmal die große Bedeutung von Ehrenamt und Sport für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
„Gemeinsam diskutieren, gemeinsam neue Ideen finden, gemeinsam den Rudersport leben – das ist der Anspruch, mit dem wir heute hier zusammenkommen“, stellte LRVS-Präsident Holger Hoffmann zu Beginn der Versammlung heraus.
Rückblick auf das Ruderjahr 2025
Im Bericht zum Ruderjahr 2025 hob der Präsident insbesondere die Mitwirkung des LRVS an der Umsetzung des neuen Sportfördergesetzes im Deutschen Ruderverband hervor, durch die der Bundesstützpunkt Dresden gestärkt und weiterentwickelt werden konnte. Zudem wurden die Finanzierung des Landesleistungszentrums Coastal Rowing/Breitensport am Berzdorfer See gesichert, weitere Verbandsordnungen an die neue Satzung angepasst und die Weichen für die Austragung der European Rowing Indoor Championships (ERICH) 2027 in Dresden gestellt.
„Wir haben 2025 wichtige Grundlagen gelegt – von der Infrastruktur bis zur Kaderentwicklung – um den Rudersport in Sachsen langfristig wettbewerbsfähig zu halten“, bilanzierte Hoffmann.
Leistungssport und Verbandsentwicklung
Vizepräsident Leistungssport Jens Richter präsentierte eine positive Kaderentwicklung mit insgesamt 97 Bund-, Landes- und Grundlagenkaderathletinnen und -athleten im LRVS. An Bundes- und Landesstützpunkten sowie in den Vereinen wurden zentrale sportliche Ziele erreicht, etwa Medaillenerfolge bei U23-Weltmeisterschaften, der DJM, dem Baltic Cup sowie internationale Qualifikationen im Coastal-Bereich. Für 2026 formulierte der Verband ambitionierte Ziele mit Starts bei A- und U23-Weltmeisterschaften und weiteren Finalplatzierungen.
Im Bereich Verbandsentwicklung berichtete Vizepräsident Bernd Schmid von rund 2.150 Ruderinnen und Ruderern in 16 Vereinen, mit dem Pirnaer Ruderverein 1872 e.V. als größtem Verein, sowie zehn Beschäftigten im „Team Sachsen“. Ab August 2026 sollen zusätzliche Möglichkeiten für Bundesfreiwilligendienst und ganzjährige Schülerpraktika geschaffen werden.
Ordnungen, Anträge und Safe Sport Code
Die Versammlung nahm die Jahresberichte entgegen, entlastete nach Diskussion der Berichte den Vorstand und genehmigte den Haushaltsplan für das laufende Geschäftsjahr. Im Zuge der weiteren Satzungs- und Ordnungsarbeit wurden unter anderem Aufnahme-, Beitrags-, Geschäfts- und Ruderordnung überarbeitet und als Ergänzung zur Satzung beschlossen.
Einen wichtigen Diskussionspunkt bildeten Anträge des SSV Planeta Radebeul e.V. zur Öffnung der Sächsischen Landesmeisterschaften im Mastersbereich für Gäste aus Sachsen-Anhalt sowie zur mittelfristigen Weiterentwicklung des Vereinspokals. Inhaltlicher Schwerpunkt war zudem der „Safe Sport Code“ des DOSB als Muster-Regelwerk gegen interpersonale Gewalt, der klare Richtlinien zur Untersuchung und Sanktionierung von Vorfällen schafft und in die Verbandsstrukturen integriert werden soll. „Der Safe Sport Code ist ein Baustein dafür, dass sich alle Menschen im sächsischen Rudersport sicher fühlen können – auf und neben dem Wasser“, lautete die zentrale Botschaft aus der Präsentation.
Ausblick: Gemeinsam den Rudersport leben
Mit Blick auf 2026 und 2027 setzt der LRVS neben den leistungssportlichen Zielen auf eine Stärkung der Vereine, die Gewinnung von Nachwuchstalenten und Trainerinnen und Trainern sowie die Modernisierung wichtiger Infrastrukturen. Dazu gehört auch die gezielte Akquise von Fördermitteln, etwa im Rahmen der Sportoffensive des Landes oder durch Programme wie Interreg.
„Der Rudersport in Sachsen lebt von den Menschen in unseren Vereinen – von der Kindergruppe bis zur Mastersmannschaft“, fasste Holger Hoffmann im Schlusswort zusammen. „Wenn wir gemeinsam diskutieren, gemeinsam neue Ideen finden und gemeinsam den Rudersport leben, dann bleibt Sachsen auch in Zukunft eine starke Ruderadresse.“
Bilder: LRVS / Katrin Havekost

