Ehrung Juniorsportler des Jahres 2013 durch die Stiftung Deutsche Sporthilfe

Ehrung Juniorsportler des Jahres 2013 durch die Stiftung Deutsche Sporthilfe

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Am 11. und 12. Oktober fand in Gelsenkirchen die alljährliche Ehrung zum Juniorsportler des Jahres 2013 statt. Ich hatte die Gelegenheit, gemeinsam mit meiner Frau Brigitte Bielig, diese Veranstaltung besuchen zu können.

Nachdem wir mit einigen Stauwirren am Nachmittag in Essen angekommen waren, stand ein VIP Shuttle vom Hotel bis zur Musikhalle in Gelsenkirchen zur Verfügung. Dort erwartete uns ein herzlicher Empfang mit Sekt und kleinen Snacks. Es ging also sehr gut los, denn wir waren voller Erwartung zur Veranstaltung gereist. Pünktlich 19:30 hieß es dann im Theater Platz nehmen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Steffen Simon ARD und Britta Heidemann, der erfolgreichen Fechterin.
Nach einigen Ansprachen vom Vorsitzenden der Deutschen Sporthilfe Dr. Michael Ilgner und Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Deutschen Sporthilfe Werner E. Klatten kam es dann zur Ehrung.
Nach wohltuend kurzer, aber aussagereicher Laudation, konnten wir es kaum fassen – unser Kai Fuhrmann wurde mit seinem Partner Ole Daberkow aus Rostock zur Mannschaft des Jahres 2013 gekürt. Damit wurde vor allen Dingen der Juniorenweltmeistertitel 2012 im Doppelzweier geehrt.
Einen herzlichen Glückwunsch für diese höchste Auszeichnung im Nachwuchssport Deutschlands.

Hier gilt natürlich auch Danke zu sagen seinen Eltern, seinen ersten Trainerinnen im Laubegaster Ruderverein, Andrea und Sabine Haaser und unserer Landestrainerin Regine Rieß.
Erwähnen müssen wir fairerweise, dass die Bobpiloten Francesco Friedrich und Gino Gerhardi, punktegleich mit auf dem ersten Rang lagen. Durch ihre Abwesenheit ging das aber ein bisschen unter. Sie befinden sich in der Vorbereitung in Richtung Olympische Winter Spiele 2014.

Bei der Ehrung der Einzelsportler dachten wir natürlich, dass der Ruderbonus damit aufgebraucht ist. Die Wahl unterscheidet nicht nach Mädchen und Jungen, sondern ist eine gemeinsame Wahl. Aber auch dort hatten wir, und damit der Deutsche Ruderverband, riesigen Grund zur Freude.
Anne Beenken aus Saarbrücken belegte einen zweiten Platz hinter der Biathletin Laura Dahlmeier.
Besser konnte es nicht laufen.
Sympathisch präsentierten sich unsere Sportler auch bei Fragen der Moderatoren.
Auf die Frage an Anne, soeben Abitur mit 1,0 beendet, nach einem Sponsor meinte sie nur, sie habe noch keinen, aber es ist einer in Aussicht und sie hoffe das „Landliebe“ einsteige. Wie sollte da noch jemand „Nein“ sagen können und ein Schmunzeln war im Saal zu vernehmen.
Eine schöne Geste der Deutschen Sporthilfe war die Verabschiedung verdienstvoller Sportler. Von Seiten der Ruderer waren das Karsten Brodowski und Filip Adamski. Sie erhielten einen Staffelstab, symbolisch als Weitergabe an die jungen Sportler.

Mit weiteren stimmungsvollen Darbietungen endete die Ehrung nach zwei unterhaltsamen Stunden und wir gingen zum zweiten Teil über. Bei guten Speisen und Getränken ergaben sich zahlreiche Gespräche mit ehemaligen Sportlern die ebenfalls von der Deutschen Sporthilfe eingeladen waren .Rudern war gut vertreten und so manche Sportprominenz war anwesend und es gab viel Diskussionsstoff.
Ein sehr gelungener Abend, verbunden mit einem herzlichen Dankeschön an die Gastgeber und Organisatoren.

Am Samstag waren wir dann gegen Mittag zum Empfang der Landesregierung Nordrein-Westfalen in den Maschinenhalle des Stadtbauraums, dem ehemaligen Schacht der Zeche Consolidation eingeladen.
Es lief wieder sehr locker und kurzweilig ab. Begrüßt wurden wir mit dem Gesang des Bergknappen Chores des Bergwerk Consolidation. Reife Herren erfreuten uns mit kräftigem Gesang.

Nach kurzen wohltuenden Ansprachen der Ministerin für Sport Uta Schäfer und weiteren Persönlichkeiten erfolgten die Dankesworte der Sportler. Kai und Ole waren die Ausgewählten und beide haben das hervorragend gelöst.

Für mich persönlich überraschend, aber sehr gut gewählt waren die Worte der Ministerin. Es ging mal nicht um Doping und „Dabei sein ist Alles“, sondern es ging um Duale Karriere, Sportschulen, Leistungsbereitschaft, Medaillen und Leben nach dem Sport.

Hier kam mir wieder die Aussage von Filip Adamski ( Achterolympiasieger ) in den Sinn, der bei der Frage in der Kuratoriumssitzung, …“ob er alles in seiner sportlichen Laufbahn so wieder machen würde, überraschend für alle Anwesenden mit „NEIN“ antwortete….“ Er habe zwar Glück gehabt und wurde Olympiasieger, aber es hätte auch anders ausgehen können. Der Preis ist sehr hoch, den man zahlen muss als Leistungssportler …“

Nach einem Fingerfood Buffet wurde die Veranstaltung beendet und wir konnten sehr viele angenehme Eindrücke mit nach Hause nehmen.
Nochmals herzlichen Dank.

Text und Fotos: Bernd Bielig