

Ein bisschen Zeit mitbringen zum Lesen und drei ganz tolle Berichte lesen, drei Berichte aus drei ganz unterschiedlichen Blickwinkeln: der neue Ruder-Star, der Routinier, die 70-jährige "Einsteigerin", die so jung drauf ist
Zuerst ein Bericht von Tim Grohmann,
anschließend ein Bericht von Christian Sommer,
anschließend ein Bericht von Veronika Zimmert:
Hier der Bericht von Tim Grohmann:
C.R.A.S.H-B. Sprints
Vier Morgens und der Wecker klingelt… ich dachte das kann doch nicht wahr sein, nach wenigen Stunden Schlaf musste ich auch schon wieder aufstehen um die Tasche zu packen und zum Bootshaus zu fahren, denn halb sechs war der Aufbruch zum Flughafen Berlin/ Tegel geplant.
Das Wetter meinte es nicht gut mit uns an diesem Donnerstag dem 11.02.2010, denn es hatte wieder einmal heftig geschneit und schon die Fahrt ins Bootshaus dauerte länger als geplant. Als ich ankam warteten Veronika Zimmert und Christian Sommer, die anderen zwei Teilnehmer der WM aus Dresden, schon abfahrtbereit auf mich. Die Fahrt nach Berlin verlief wider Erwarten gut und wir waren schon zwei Stunden vor dem Start unserer Maschine am Flughafen und konnten in Ruhe noch frühstücken.
Kurz vor 10 gingen wir an Bord der unseres Fliegers nach Paris und landeten zwar mit etwas Verspätung aber doch sicher auf dem Flughafen Charles de Gaulle. Dort mussten wir das Gate wechseln und das artete schon fast in Stress aus, denn wir hatten nur auf dem Flughafen schon einen Fußmarsch von 20min vor uns und dazu noch die „heißgeliebte“ Sicherheitskontrolle für die Einreise in die USA, bei der wir dann auch sehr lange anstehen mussten und schon um unseren Flieger bangen mussten, doch knapp 15min vor Start konnten doch noch an Bord gehen, doch fragten wir uns schon, wo der Rest der Mannschaft geblieben ist, der eigentlich noch von Frankfurt aus zu uns stoßen sollte, beim Abflug waren sie nicht mit an Bord…
Der Flug selber verlief ganz gut, auch wenn es immer sehr unbequem ist, als Ruderer in den Flugzeugen, besonders wenn die Stewardessen ständig mit ihren Wagen gegen die Knie rammelten und man nicht richtig schlafen konnte aber das ging auch vorbei und wir landeten wohlbehalten in Boston um 15:25 Uhr Ortszeit, also 21:30 Uhr in Deutschland, doch die Sonne schien und das entschädigte für einiges, wie auch den überaus „freundlichen“ Empfang der Sicherheitsleute bei der Passkontrolle, die einen grimmig und ohne Wort des Grußes anschauten aber schließlich doch durchwinkten.
Am Abend fielen wir dann nach einem üppigen Abendbrot mit Burger und Cola völlig erschöpft ins Bett… und nach einer Stunde Schlaf wurde ich auch schon wieder geweckt, weil dann die Frankfurt-Flieger doch auch angekommen sind, nach einem verpassten Flieger in Paris, einem Umweg über New York und ohne Gepäck, denn das ging vorläufig verloren und sollte erst am Abend des nächsten Tages wieder auftauchen.
Am nächsten Morgen saßen wir übermüdet schon sechs Uhr auf dem Ergo im Hotel und spulten unserer Trainingskilometer ab aber danach gab es dann zum Glück ein üppiges Frühstück in einem Einkaufszentrum. Anschließend fuhren wir dann mit dem Aufzug zur Spitze des höchsten Gebäudes von Boston, dem Prudential Tower und konnten die wunderbare Aussicht genießen.
Bild vom Prudential- Tower
Nach unserem Ausflug zum PRudential Tower wanderten wir noch einige Stunden durch die Stadt und schauten uns viele an, darunter auch Downtown, Chinatown und Hay Market, ein weiteres riesiges Einkaufszentrum, wo sich nach und nach auch fast die gesamte eingefunden hatte zum Mittag essen… lecker Fastfood…naja zu diesem Zeitpunkt war es wirklich noch erträglich.
Im Hotel angekommen war es auch schon fast abends und ich machte mich noch auf zu einem Läufchen entlang am Charles River und konnte dabei noch die beeindruckende Skyline Bostons bei Nacht bestaunen.
Bild Boston bei Nacht
Am Samstag wurde die Anspannung bei der Mannschaft schon langsam etwas höher, denn am Mittag fand das Nations Dinner statt, u.a. mit einer Eröffnungsrede und einer Vorstellung der Favoriten für die Rennen.
Im Anschluss an das Dinner machten wir uns mit einer kleinen Gruppe auf den Weg nach Harvard, um die wohl bekannteste und angesehenste Uni anzuschauen. Und wir wurden in keinster Weise enttäuscht, denn das Gelände von Harvard mit all seinen Sportstätten ist einfach unglaublich. Begonnen hatten wir als Ruderer natürlich bei den Bootshäusern. Zuerst dem der Frauen… viele kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus, als wir mehr als 16 Achter in der Halle zählten, doch auf der anderen Seite des Charles River befand sich das Männerbootshaus und da gab es noch einige Achter mehr…
3 Bilder
- Achter im Frauenbootshaus
- Ergos im Fraunenbootshaus
- Fernansicht des Männerbootshauses
Nach den Bootshäusern gingen wir weiter zu den Sporthallen. Und das war nicht nur eine, sondern natürlich für jede Sportart eine eigene und teilweise sogar noch Frauen und Männer getrennt. Die Hallen reichten von Basketballhallen, über eine Leichtathletikhalle, eine Schwimmhalle, einer Eishockeyhalle, Tennishalle und Squashanlagen bis hin zu einer gigantisch großen Traglufthalle für Lacrosse. Es war schon beeindruckend…
Bild Traglufthalle
Wir Sportler machten uns in kleinen Gruppen langsam wieder auf den Rückweg, denn die Beine wurden doch schon langsam sehr schwer und morgen war ja schließlich auch noch das WM- Rennen.
Wir wollten noch gemütlich zu Abend essen gehen, doch wurden bitter enttäuscht, denn es war der Abend vor Valentines Day und da lädt jeder Amerikaner, der was auf sich hält seine Frau zum Essen sein und genau das bekamen wir auch zu spüren, als wir nach einem Tisch für zwei Personen fragten und uns gesagt wurde, dass in 90min! dann wahrscheinlich ein Tisch frei sein würde und so mussten wir uns dann mit der Fastfoodecke des Einkaufshauses zufrieden geben, die allerdings auch gerappelt voll war.
Der Renntag verlief anfangs noch relativ unspektakulär, in der Früh habe ich mich bei einem kleinen Läufchen ein wenig munter gemacht, anschließend gab es wieder einmal Bagelfrühstück. Bagels sind vereinfacht gesagt runde Brötchen mit einem Loch in der Mitte, die dann aufgeschnitten und z.B. wie in meinem Fall ein Spiegelei mit Speck dazwischen gelegt wird.
Die Rennen gingen schon 9Uhr los und ich konnte diese im Live- Ticker mit verfolgen und auch mich auch schon für drei Mitglieder des Concept 2 Team Germany und die ersten Goldmedaillen freuen, in Klassen über 50 Jahren.
Gegen 12Uhr machte ich mich dann auch auf den Weg zur Agganis Arena, die normalerweise eine Eishockeyarena und für dieses Event umfunktioniert wurde. In so einer großen Arena hatte ich bisher noch keinen Ergowettkampf gesehen und war wieder einmal schwer beeindruckt über die Ausmaße, der einzige Nachteil war, dass man immer ziemlich viele steile Treppen hoch und runter musste;)
Bild Agganis- Arena
Nun war es langsam schon kurz vor meinem Start und die Anspannung wuchs immer mehr, auch weil unser Junior mit 5:51 schon eine starke Zeit vorgelegt hat.
Nachdem ich mich zwei Stunden vorm Start noch mit sportlergerechter Nahrung, schön fettige Pizza, gestärkt hatte, es gab leider nix anderes… begann ich eine Stunde mit der Vorbereitung auf das Rennen, doch Zeit wollte einfach nicht vergehen, denn mittlerweile freute ich mich sogar schon auf das Rennen. Dann endlich konnte ich zum Ergo gehen und der Start stand unmittelbar bevor, die deutsche Mannschaft saß fast direkt vor mir und unterstützte mich schon jetzt.
Bild vorm Start
Beim Start war dann die Anspannung dann doch schon recht groß und beim ersten Schlag rutschte ich fast vom Rollsitz, doch es ging gut weiter und ich konnte mich gleich an zweite Stelle setzen, hinter einem Esten, der auch im Boot sehr stark ist. Der Rückstand betrug bis zur Hälfte der Strecke immer um die 4Meter und damit konnte ich gut leben, denn die zweiten Tausend wollte ich zeigen was ich kann. Pünktlich bei der Hälfte erhöhte ich schließlich auch die Schlagzahl und den Druck und die Fahrzeit wurde auch knapp 2 Sec schneller und da machte das Rennen dann so richtig Spaß.
Bild Rennen
Ich schob mich innerhalb der nächsten zwei- bis dreihundert Meter vorbei und vergrößerte den Vorsprung mit Beginn des Endspurts bei 600 vorm Ziel noch deutlich. Die Zeit des Esten immer im Blick konnte das Rennen jetzt sicher ins Ziel bringen und war am Ende überglücklich gewonnen zu haben und mit der 5:48 als Endzeit konnte ich auch ganz zufrieden sein.
Bild Zieldurchgang
Bei der Siegerehrung konnte ich auch wieder zwei Medaillen einheimsen für den Sieg in der U23 Konkurrenz und in der offenen Klasse, dazu gab es noch als Pokal einen Hammer, das Symbol der Crash- B- Sprints.
Das super Ergebnis der gesamten Mannschaft mit zehn Goldmedaillen und weiteren Medaillen ließen wir traditionell in Diggs Bar ausklingen, gesponsert von Concept 2 Germany. Der eigens für uns engagierte Gitarrenspieler machte auch Stimmung und somit war der Abend auch noch sehr lustig.
Alles in allem war es eine sehr gelungene Veranstaltung und sehr schöner Ausflug in die USA und alle Dresdner Teilnehmer kehrten mit einem Hammer und der Goldmedaille in die Heimat zurück und wurden gebührend im Bootshaus gebührend empfangen.
Hier der Bericht von Christian Sommer:
Die Ergometersaison 2009/2010 ist Geschichte- eine überaus erfolgreiche!
Dieses Jahr gesellte sich Veronika Zimmert mit ein, im kleinen Kreis der aktiven Ergo Fans, um nach Medaillen auf dem Ergometer zu greifen.
Ich bin sicher kein unbeschriebenes Blatt auf dem Ergo, Vroni war es aber bis zur vergangenen Saison. Das hat sich aber grundlegend geändert.
Wir holten zusammen im Dezember 2009 in Berlin die Goldmedaillen über 1000m ab.
Ende Januar fuhren wir nach Kettwig zur Ergo Europameisterschaft und Abschluss der Deutschen Meisterschaft. Kettwig ist seit Jahren eine heiße Adresse für die Fans auf und neben dem Ergo. Auf engsten Raum wird Spitzensport und Unterhaltung geboten. Entgegen der üblichen Einteilung der Altersklassen von 5 Jahren sind es bei den EM 10 Jahre. Was den Kampf um Medaillen bei den Masters natürlich nicht leichter macht. Der Unterschied von Jung und Alt sind nicht nur Haare, Zähne und Falten sondern auch die Sportliche Leistung. Was nichts damit zu tun hat, dass wir Alten keinen Biss mehr haben. So wird auch bei uns um jeden Meter und Sekunde gekämpft.
Mit der Einstellung holte sich Veronika Zimmert in Kettwig zur Deutschen Meisterschaft über 1000m die Goldmedaille. Das gleiche gelang ihr auch über 2000m zur Europa Meisterschaft. Auch Christian Sommer holte sich den Titel des Deutschen Meisters. Zur Europameisterschaft konnte eine Bronzemedaille erkämpft werden. Als Entschuldigung soll die Alterseinteilung herhalten, denn bei den über 65 jährigen wäre mir der Sieg nicht zu nehmen gewesen.
Nun zum Highlight des Jahres zur Ergo WM in Boston. Nur wer das selber mit erlebt hat, kann den Wert dieses Events einschätzen. Ich habe das Glück, das nun schon zum vierten Mal zu erleben. Um eine Nominierung für das Team Deutschland zu erhalten, sind zwei Nominierungskriterien zu erfüllen. Erstens ist auf einem Lauf zur Deutschen Meisterschaft die Qualifizierungsnorm entsprechend des Alters zu unterbieten und zweitens fährt der mit der besten Qualifizierungszeit. Die Hürden sind hoch.
Das gesamte Team, zu dem dieses Mal auch unsere Vroni zählte, trifft sich traditionell auf dem Abflughafen nach Boston, was dieses mal Paris war. Zu dritt, Tim Grohmann vom DRC, Vroni und ich fuhren am Donnerstag früh den 11.02. mit einem Mietwagen nach Berlin Tegel, um von dort nach Paris zum zentralen Treffpunkt zu fliegen. Da Dresden verkehrstechnisch ein Provinznest ist, sind diese Umstände erforderlich.
Ich treffe da jedes Mal nette alte Bekannte und nette Neue. Gemeinsam geht es dann nach den nervigen Kontrollen gen Boston. Nach ca. 15 Std. Reise ist man dann in Boston angelangt. Aber erst auf dem Flughafen, denn es folgt noch eine ausgiebige Personenkontrolle ehe man in Richtung Hotel fahren kann. Da man aber auf Grund der Zeitverschiebung 6 Std. gespart hat, ist es erst gegen 17:00 Uhr. Danach folgt die obligatorische Mannschaftsbesprechung mit den erforderlichen Informationen. Der Freitag beginnt 6:30 mit Training, anschließend ist Frühstück auf amerikanische Art in einem urigen Pub. Anschließend geht es zu den Sehenswürdigkeiten von Boston. Abends ist dann wieder Treffen mit den Team um den Plan für den Sonnabend zu erhalten.
Der beginnt dann wieder mit Training, übriges für jeden Aktiven ob 16 oder 75 Jahre, nach dem Motto „Alter schützt vor Torheit nicht“. Mittags ist Nationen Bankett, für die die des englischen mächtig sind, gehaltvolle Begrüßungen, und für den dummen Rest, nur Essen.
Anschließend ist Empfang der Starterkarten, worauf Name, Klasse, Ergometer Reihe, und Ergometer Nr. steht. In der Wettkampfhalle stehen dann ca. 80 Wettkampfergometer und noch einmal so viele Trainingsergometer.
Am Sonntag ist dann die WM. Da ist Schluss mit Lustig. Die WM findet in der Eishockeyhalle der Harvard Universität für 8000 Plätze statt. Der erste Start ist 9:00 Uhr der letzte 17:00 Uhr. Nach dem Motto die Alten zu erst die Jungen zu letzt. Da die Alten üblicher weise ohnehin nicht lange schlafen können. Wir reifen Semester sind dann 6:30 aus dem Hotel, um noch genügend Zeit zum Warm fahren zu haben und jeder zu seiner individuellen Vorbereitung Zeit hat.
Vroni Zimmert war die erste aus unseren Reihen. Da sie heute am 17.02. erst ihren 70. Geb. feiert, fehlten 3 Tage und sie musste in der Klasse 65 – 69 Jahre starten. Das sollte aber kein Grund sein, um die verdiente Goldmedaille aus der Hand zu geben. Mit einer Zeit von 8:28,7 hatten die Jüngeren keine Chance.
So war das erste Gold für unser Team eingefahren. Glückstrahlend konnte sie die Goldmedaille und einen Hammer als Trophäe in Empfang nehmen.
10:30 Uhr war ich dann an der Reihe. Der Start kam gut und ich konnte von Anfang an in Führung gehen aber die zweiten 1000m wurden unheimlich schwer, der Vorsprung sollte aber reichen, um sicher den Sieg nach hause zu fahren.
In 6:56,9 und 8 sec Vorsprung ging die Goldmedaille in meine Hände. Die Zeit entsprach aber nicht meinem Anspruch nach dem intensiven Training in den letzten Wochen.
Die Krone setzte aber Tim vom DRC bei den Männern in der offenen Klasse auf. Als 21 jähriger fuhr er in einem taktisch klugen Rennen seine 185 Gegner in einer Top Zeit von 5:48,7 in Grund und Boden.
Weiter 7 x Gold, 5 x Silber und 3 x Bronze waren die stolze Bilanz des Team Deutschland.
Damit gewannen wir die Nationen Wertung vor Dänemark.
Noch mal herzlichen Glückwunsch an die Medaillengewinner.
Ich bin überzeugt damit haben sich die Aktiven eindrucksvoll bei unserem Sponsor der Concept2 Niederlassung Deutschland bedankt und einen kleinen Beitrag zum Erfolg von Concep2 beigetragen.
Hier der Bericht von Veronika Zimmert:
Als ich im November 2009 von den Worldmasters Games aus Australien zurückkam (mit 2 Siegen im Gepäck) begann hier das Wintertraining. Als wir uns beim DRV auf den Concept 2 Ergometern „quälten“ kam, wie fast jeden Dienstag Hans Pattschull vorbei und er kam auf den Wettkampf in Berlin am 15.12. zu sprechen. Warum fahrt Ihr dabei nicht mit.Diese Frage hatte sich bei mir festgesetzt und als ich am nächsten Tag beim USV TU Dresden - meinem Verein – dann Christian Sommer beim Training zusah, dachte ich: Warum nicht? Christian redete mir auch zu, mitzufahren.Die 1000 Meter waren kein großes Problem, die Zeit war einigermaßen gut, Christian erzielte natürlich eine gute Zeit. Er meldete uns zur Euroopen in Essen Kettwig an. So trainierte ich nach dem 15.12. zum ersten Mal in meinem Leben die Strecke von 2000m. Von Mal zu mal wurden die Zeiten besser und ich konnte in Essen die Euroopen und die Deutsche Meisterschaft auf dem Concept2 gewinnen. Christian belegte den 3. Platz bei den Euroopen und wurde ebenfalls Deutscher Meister.Mit unseren Zeiten unterboten wir die Qualifizierungszeiten für Boston und meldeten uns beide für dieses Event an.Für Christian war es die 3. Teilnahme beim „C.R.A.S.H.-B.SPRINT“ in Boston.Ich war die Tage bis zur Abreise total aufgeregt. Christian mietet ein Auto und brachte uns drei Sachsen – Tim Grohmann, unser Bester, war der 3. im Bunde - trotz frisch gefallenem Schnee gut nach Berlin-Tegel.In Paris trafen wir dann mit den anderen Teilnehmern aus Deutschland zusammen, nur die Frankfurter haben den Anschlussflug verpasst.In Boston pünktlich angekommen nahmen wir das 5-Sternehotel in Besitz. Im „Musen Salon“ stand kein Flügel sondern 20 Conzept2 Ergometer und die sollten uns den Tag verschönern.Die Organisation von Boris Orlowski war toll.Unsere gemeinsamen Abendessen und das Frühstück gestalteten sich zu Erlebnissen. Ich hatte das Gefühl, die Amerikaner besitzen keine Küche, alle gehen auswärts essen. Täglich vor 6 Uhr aufstehen fällt einer Rentnerin schon ganz schön schwer, aber es musste sein, denn es waren aus anderen Ländern auch noch Aktive in unserem Hotel untergebracht und wir wollten bis 8 Uhr mit dem Training fertig sein.Am 2. Abend bekamen wir unsere Kleidung: Trainingsanzug, Einteiler, leichtes Ruderhemd, Sweatshirt, unsere Gruppe (20 Aktive, 11 Schlachtenbummler und Trainer) sah gut aus bei gemeinsamen Auftritten, beim Nationenbankett und in der Arena.14.02.10: 5,15 Uhr aufstehen, 6 Uhr treffen in der Halle um 7 Uhr waren wir in der Arena. Ich war um 9 Uhr gleich im ersten Rennen. Ich hatte mir viel vorgenommen, ich wollte gewinnen. So bin ich das Rennen ziemlich schnell angegangen, Boris musste mich bremsen. Nach 1000m sagte er: “auf dem Wasser wärst Du jetzt 3-4 Längen vorne,fahre ruhiger“. Mann war ich froh, denn meine Beine wurden schwer. Wir haben uns an den 2 Vortagen die Stadt, die Bootshäuser und viele Sportstätten der Harvard Universität angesehen und das bekam ich jetzt zu spüren.Aber ich habe den Vorsprung gehalten und mit einer Zeit von 8:28.7 Min. (nicht meine Bestzeit) gewonnen. Ein tolles Gefühl! Ein Geschenk zum 70.!Im nächsten Rennen siegte Jutta Abromeit in der AK 50-54 in 7:23.0 Min. Aller Guten Dinge sind drei und so gewann im dritten Rennen dann Christian in 6:56,9. Er hatte die Besichtigungstour am Vortag ausgelassen weil er wusste, wie sich das rächen kann und weil er die Stadt schon bei den beiden Ersten Teilnahmen erkundet hatte. Seine Weltrekordzeit von 2008 besteht übrigens immer noch. Großer Jubel bei Tims Sieg!Eine Gaststätte in der es so verrückt zugeht wie „Dick`s Bar“ in die Mannschaftsleiter Dirk Schildhauer die gesamte Mannschaft im Namen der Firma Concept2 und eines weiteren Sponsors einlud, habe ich vorher noch nicht erlebt. Viele Lieder eines sehr engagierten Gitarrespieler wurden mitgesungen und es war ein feucht-fröhlicher Abschluss.