dramatisches Rennen in Bled

dramatisches Rennen in Bled

4.Tag_3

Samstag, 03.09.2011

Was für ein Tag geht zu Ende.Wir waren voller Erwartung auf unseren Männer Doppelvierer.

Alle Familien und Freunde sind angereist.

Tim, Philipp, Karl und Laurenz sind voll auf den Sieg ausgerichtet, alles andere würde die bisherigen Rennen in Frage stellen. Die Stimmung ist bestens, es knistert bei allen angereisten Familien, Fans, Trainern und natürlich bei den Vertretern der Vereine, Clubs und dem Landesruderverband.

Es lief alles prächtig bis 1990 m, dann kam das Unvorhergesehene. Das, was viele in dieser Form noch nicht erlebt haben, wird Wirklichkeit. An der Anzeigetafel erschien schon kurz SIEG DEUTSCHLAND!Unmittelbar vor der Ziellinie –  EIN KREBS ! Das Boot stand plötzlich, kam von Tempo100 auf null und fuhr einfach nicht über die rettenden Ziellinie.  Australien rauschte vorbei.

Lähmendes Entsetzten, unfassbar, keine Worte,  Tränen  !!!

Was für eine Dramatik – Vizeweltmeister und unendliche Traurigkeit.

Es dauerte eine Weile bis wir es alle realisiert haben.

Nachdem sich alle gefasst hatten wurde trotzdem der Vizeweltmeister gebührlich gefeiert.

Wer hätte schon vor einem Jahr gedacht, dass drei Sachsen im Doppelvierer sitzen. Hier wurde eine gute Arbeit von Trainer Egbert Scheibe geleistet.

Als Ausgangsposition für die olympischen Spiele ist dieses Ergebnis sicherlich eine große Motivation. Herzlichen Glückwunsch unseren Jungs.

Unsere Annekatrin Thiele ruderte sich souverän ins Finale und kämpft morgen um eine gute Platzierung. Hier sind wir gespannt wie es sich insgesamt in Hinblick auf Olympia entwickeln wird.

Insgesamt fiel auf, dass am heutigen Tag die Zuschauerresonanz deutlich geringer war.

Die slowenischen Ruderer hatten gestern ihren großen Auftritt und die vielen Schulklassen fehlten auch.

Zur Rückfahrt haben wir heute nicht den Weg durch das Karawankentunnel gewählt, sondern sind die alt Passstraße gefahren.

Gerade haben wir erfahren, dass die Wettkämpfe auf Grund der Witterung morgen bereits

90 Minuten früher beginnen. Wir sind gespannt wie der Zuschauer reagiert, welcher schon bezahlt hat und zur ursprünglichen Zeit auf die Regattastrecke kommt.